Papst Gsehng

Liebe Welt,

da nun der Besuch des Herrn Ratzinger in seiner alten Heimat Deutschland bevorsteht, eile ich in die bekannte Teichwelt, um dort Informationen über die Zukunftsfähigkeit des allgemeinen Religionismus zu erhalten. Man diskutierte dort …

Die Gottesfrage

Ping kam seines Weges und sah Peng, den Freund, nachdenklich im Schatten eines Baumes verweilen. Dieser sah den Wandernden, blickte ihn lange an. Dann sprach er:
„Ping, es gibt keinen Gott. Es ist in sich völlig unmöglich, daß es eine solche Existenz gibt. Die Religionen können immer nur einen Glauben an eine Gottesexistenz anbieten, da es keine handfesten Beweise gibt. Auch sind sie immer ortsgebundene Phänomene gewesen in den Zeiten vor der Motorisierung des Meinungs- und Glaubenswesens. Gäbe es einen Gott, hätten sich zuvor bereits völlig identische Religionen entwickelt. Und da es dies nie gab, vermeinten etliche Völker eine besondere religiöse Wahrheit zu besitzen, die sie mit Feuer und Schwert unter den Fremden zu verbreiten suchten. Fakten sind kein Glaube. Und der Glaube ist keine Logik. Der Glaube entsteht nur alleine aus sich selbst. Doch was ist denn das – Glaube?“
Ping zuckte die Schultern und wollte sich von dannen heben, da ihm dieses Thema nicht behagte, denn er fürchtete sich vor dem Tod. Und Ping sah den Tod als die Existenzberechtigung aller Religionen. Peng schnitt den Argumentationsversuch des Freundes jedoch wirsch ab.
„Mit dem Tod endet doch jeder Glaube, Ping! Der Tod ist auch in jeder ausgeübten Religion das, was man dem Feind des eigenen Glaubensbildes bringt! Dann lodern die Scheiterhaufen, werden die Ungläubigen aufgespießt und gemartert.“
Das wollte Ping so nicht hinnehmen und brachte das Thema auf die christlichen Märtyrer.
„Jaja, der alte Trick. Narre den Feind, indem Du Dich in die warmen Arme des tröstenden Todes wirfst, auch wenn es ein Löwenmaul ist. Was hatten diese Kreaturen denn zu verlieren? Die Feinde des Martyriums handeln aus Angst vor dem Todesbereiten. Doch aus welchen Gründen handelt der Märtyrer selbst? Er glaubt. Soweit gut, doch welche Erfahrung würde er uns berichten, wenn wir ihn einige Minuten nach seinem Tod befragen könnten?“
Ping war entsetzt und schalt Peng einen bösen Zyniker.
„Wieso ein Zyniker? Ich unterscheide nur zwischen der Hoffnung, die den Märtyrer treibt, die jedoch aus den unbewiesenen Handlungen eines anderen Subjekts oder Gottes gespeist werden und dem, was der arme, kommende Heilige letztlich wirklich für seine Opferbereitschaft erhält und das ist die ewige Dunkelheit. Der einzige zählbare Nutzen ist für die Religions- oder Interessengemeinschaft, welcher der Märtyrer angehört, vorbehalten. Diese erntet und kann dafür posthume Lorbeeren verteilen. Weißt Du, Ping, diese Herrschaften sind die wahren Zyniker!“
Ping, der den Tränen nahe wahr, warf sich mit Kraft gegen diese Dinge, die er wirklich nicht hören wollte und rief Peng an, ihm doch dann zu sagen, woran der Frosch denn noch glauben könne, wenn doch alles nur Lug und Trug und Verkauf von Idealen sei.
„Weshalb, o Ping, willst Du denn glauben? Laß doch diese Energieverschwendung sein und freue Dich an den schönen Dingen, die Du siehst, hörst, riechst. Die Welt und der Weltraum sind groß, viel zu groß, als das wir kleinen Frösche sie letztlich erfahren können. Und wie groß müßte ein Gotteswesen, das Weltall so zu beherrschen, zu bewegen, wie es ihm von allen Religionen nachgesagt wird., sein? Und wieso sollte sich dieses Wesen für uns Frösche interessieren, gar uns gnädig gesinnt sein? Wir sollten uns freuen, daß dieser Gott nicht ständig mit seinen Stiefeln auf unseren Köpfen herumtrampelt.“
Ping hörte dies, setzte sich nun verzweifelt auf eine Baumwurzel und sah James, den Bären, nahen.
„James, komm und hilf!“
Der Bär beschleunigte seinen Schritt und, als er näher kommend Pings Jammermiene und Pengs unbeteiligte Überlegenheit sah, da strafte er Peng mit einem bösen Blick.
„Was stellst Du wieder für üble Thesen auf, Peng?“
Ping griff des Bären Arm und erzählte ihm von Pengs Theorien, die ihm den grünen Kopf durchschüttelten.
„James, er sagt, es gäbe keinen Gott, die Religionen seien nur Lüge und wir sollten nichts glauben, denn das sei verlorene Kraft.“
James sah Peng einen Moment lang an, dann hieb er ihm die Tatze in das freche Gesicht.
„Hast Du gespürt, wie Dir Gott ein Zeichen gegeben hat? Oder nenn es ruhig Schicksal.“
Peng schwieg nun trotzig, während die beiden Anderen feixten und sich des Weges trollten.

That’s it, Folks. Soweit, so gut. Doch auch die nächsten Logbucheintragungen in dieser Station werden sich der Unterwanderung religiöser Gefühle nicht verweigern.

Bei Gordon!
Ihr Herr Hansen

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