Trans und Depressiv, auweh!

Wie es kam, daß ich eine depressive Transfrau wurde?

Bevor diese Frage beantwortet werden kann, oder ich überhaupt in die Nähe einer Antwort komme, werde ich einige Worte vorab schreiben müssen, um einige Klarheiten zu schaffen:

Transsexuelle Menschen sind Individuen. Es gibt kein gemeinsames, transsexuelles Schicksal mit Ausnahme der Basis, das wir einem anderen Geschlecht zugehörig sind, als es bei Geburt zugewiesen wurde. Und deswegen mag mancher Teil des folgenden Textes von anderen Menschen anders aufgefaßt werden. Daher von meiner Seite: Ich möchte hier meine individuelle Situation darstellen und erhebe absolut keinen Anspruch darauf, hier einen irgendwie gearteten Standard zu setzen. Das ist mir generell zuwider.

Als nächsten Punkt spreche ich kurz die Macht der Worte an. Liebe Leser, stellen Sie sich vor: Sie haben ein Bedürfnis zu trinken. Sie sagen zu einem in der Nähe stehenden Menschen: „Ich möchte etwas trinken. Ich habe Durst.“ Dieser Mensch sieht Sie an und sagt: „Dann tun Sie es. Trinken Sie!“ Nun überdenken Sie die Ihnen zugeschriebene Formulierung: „Ich möchte….“. Diese Art der Formulierung wird von sehr vielen Menschen benutzt, anstatt – um im Beispiel zu bleiben – direkt auszudrücken: „Ich habe Durst. Ich werde etwas trinken.“ Ich beschreibe hier nur ein schwaches Phänomen einer sprachlichen Vermummung, einer Selbstschwächung, einer Verschleierung, der ich auch selber länger anhing, bevor mir dies klar wurde. Auch heute tappe ich manches Mal noch in diesen sprachlichen Hinterhalt. Schwieriger ist es mit Fällen, in welchen eine direkte Wortwahl getroffen wird, die von Grund auf problematisch ist. Besonders, wenn die problematische Wortwahl einem Einverständnis des heteronormativen Mainstreams unterliegt. Ein Beispiel ist das Wort „Homoehe“, das jeden Mensch, der auch nur annähernd der Zielgruppe dieses „Geschenks“ nahesteht, wie eine Ohrfeige trifft, liegt doch in diesen drei Silben die Basis einer Abgrenzung des erwähnten Mainstreams gegen die Betroffenen. Schlimmer jedoch wiegt die Fehlverwendung der „-Phobie“ begriffe, die auf Menschen gemünzt werden, welche sich gegenüber marginalisierten Gruppierungen diskriminierend verhalten. Der Grund dieses negativen Verhaltens ist jedoch keine „Phobie“! Sondern der Grund ist Diskriminierung. Eine Phobie ist die Bezeichnung einer Angststörung, welche der „Sammelbegriff für mit Angst verbundenen psychischen Störungen ist“. Eine Phobie ist demnach keine Entschuldigung für ein „Arschlochverhalten“. Diesen Absatz beende ich mit der Bitte, die Macht der Worte zu achten. Ich selber bin eine Lernende auf diesem Gebiet.

Wie zeigt sich meine transsexuelle Seite? Warum sehe ich mich als Frau, obwohl die Zuschreibung aufgrund der Geschlechtsorgane eben eine andere ist?

Es ist ein Mosaik, das sich aus vielen kleinen und auch dem ein oder anderen größeren Aspekt erstellt, welche in mir die innere Notwendigkeit erzeugten, eine Transition anzugehen, um auch in einer hoffentlich näheren Zukunft auch wirklich in einem durch und durch weiblichen Körper leben zu dürfen. Hier mögen Menschen einwerfen, daß das Frau-Sein unter anderem auch ein soziales Konstrukt ist. Und das Frau-Sein auch von innen kommt. Beide Punkte sind richtig. Dennoch muß ich für meinen Standpunkt darlegen, denn auch ich bin ein individuelles Schicksal, das sich nicht einfach in ein äußeres Konstrukt zwingen läßt.

Mag für viele Feministinnen das Aufbrechen der weiblich genannten Sozialisation wichtig sein, so ist für mich das Eintauchen in diese ein durchaus wichtiger Aspekt. Stop, bevor jemand zu weit denken mag: Nein, ich möchte jetzt nicht in die „Kinder, Küche, Kirche“-Welt abdriften. Es geht mir auch eher um das eigene Als-Frau-Gesehen-Werden. Ich möchte, daß meine Brust so groß wird, das ein Büstenhalter wichtig ist. Ich möchte breitere Hüften haben. Ich möchte einfach, ungefragt, lange Haare haben. Fragen Sie nicht, es ist nicht so simpel.

Teile des Mosaiks sind Enttäuschungen. Da war meine Teilnahme am Flötenunterricht in der Grundschule. Ich war der letzte „Junge“, der dabei war. Dann kam ein gebrochener Innenarm und wegen der Zwangspause wurde ich später von dem sogenannten „Lehrer“ nicht mehr weiter beachtet.

Dieses Mal, als ich der Mutter Monatsbinden entwendete, nicht wissend, welchen Zweck diese je erfüllen sollten, doch unglaublich angezogen von der Weiblichkeit dieser Produkte.

Die unzähligen Male, in denen mir das „Schimpfwort“ Weiberheld hinterhergerufen wurde. Ja, es war als Beleidung gedacht.

Der erstmalige Wunsch den Körper zu tauschen, als ich mit einer Bekannten einer Grundschulfreundin gemeinsam auf einer Schaukel stand.

In der kommenden Schule war ich Teil des Chores und nicht überraschend im Sopran, da auch noch sehr jung. Mit 13 Jahren sollte ich in den Tenor wechseln. Ich hätte zwar einen großen Stimmumfang, doch wäre ich im Tenor besser aufgehoben. Nach ein paar Wochen verließ ich den Chor. Denn es war hier der gleiche Fall, der auch an anderen Situationen meiner schülerischen Karriere durchbrach: Ich suchte Kontakt zu Mädchen. Klar, denkt man. Und ja, ich war auch ein ums andere Mal verliebt. Doch es war eher der Versuch in freundschaftliche Bande einzusteigen und den Genuß der weiblichen Freundschaft. Da ich in jener Zeit noch nicht ahnte, daß ich transsexuell war, kam ich mir dabei linkisch und gestört vor und war – im Laufe des 10. Schuljahres – fast glücklich, als hier eine Verbindung möglich wurde und ich mich von Pia, Manuela, Sonja und Irene während der Abschlußfahrt positiv aufgenommen wurde, als ich mich immer wieder ihnen angeschlossen hatte. Wenige Wochen später verließ ich die Schule, besuchte nun eine reine „Jungenklasse“ und litt zum ersten Mal in meinem Leben an einer massiven, Lebenssaft saugenden Depression. Dabei war es in dieser weiterführenden, kaufmännischen Schule, wie auch zuvor, nicht so, daß ich mit meinen „offensichtlichen“ Geschlechtsgenossen keine Freundschaften aufbauen konnte. Ganz im Gegenteil, einige halten bis zum heutigen Tag.

Doch war dieses Jahr ein unglaublicher und extremer Tiefpunkt in meinem Leben. Als Sieben-, Achtjährige hatte ich eine Zeitlang mit dem Todeswunsch gekämpft, was unter anderem an der grausigen Grundschule lag, in der Mobbing ein geduldetes Gesellschaftsspiel war. Und ich war nicht die, die es am schlimmsten traf. Aber auch die Beobachtungen, die ich machte, genügten, um später einordnen zu können, daß der Faschismus auch mehr als dreißig Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges noch seine Brutstätten besaß, in welchen grundsätzlich das Schwache mit Gewalt zu bekämpfen ist.

In der Grundschule lernte ich viel über das eigene Fremdsein, das vielleicht in dem englischen Wort „awkward“ sehr viel besser illustriert ist. Ich lernte viel über die Vorzüge des Unscheinbarsein. Des Abtauchens in einer Masse.

Zum Ende der nächsten Schulzeit mit 16 Jahren, hatte ich eine gewisse Freude gefunden. Im Apollo Theatre in London hatten Manuela und Pia mich geschminkt. Das war ein Moment puren Glücksgefühls gewesen. Und weiterhin ahnte ich nicht, daß genau diese Emotion eben nicht von ungefähr kam. Klar, kann eins sagen: Auch Jungs dürfen sich jederzeit schminken. Das werden sich die beiden Freundinnen damals auch gedacht haben, denn auch ihnen wird verborgen gewesen sein, was ich vor mir selbst nach Jahrzehnten outen würde. Falls sie es doch bemerkten, wäre ich ihnen sehr dankbar gewesen, hätten sie mich darauf hingewiesen (denken Sie sich hier bitte einen bitter lächelnden Smiley).

Der Sommer 1987 wurde darauf zum tiefen Sturz. Im September war ich mit den Nerven am Ende. Und vergrub mich um die Jahreswende in „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley. Wie ich inzwischen lesen mußte, ist die Schriftstellerin beschuldigt oder verdächtigt mißbräuchlichen Verhaltens. Nichtsdestotrotz hatte mich der Roman selber in jenen Jahren äußerst nachhaltig beeindruckt. Diese Nacherzählung der Artus-Sage, in der jedoch nun die Frauengestalten aus dem Hintergrund treten und sich als die wahren Handelnden zeigen, zog mich tief in seinen Bann. Auch hier fehlte noch das Hinterfragen dieser Situation, in welcher ich kaum wußte, welche der Romanfiguren mir am meisten aus der Seele sprach, ich auch kaum wußte, wie ich die großartigen, aus meinem Leben gefallenen Frauen ersetzen könnte, oder besser den Kontakt aufrecht erhalten konnte. Die Depression lähmte mich, das fehlende Selbstbewußtsein lähmte mich, die fehlenden kommunikativen Möglichkeiten des Jahres 2018 hätten mir eventuell weiterhelfen können.

In den folgenden Jahren konnte ich aus der inneren Isolation, in die ich damals sackte, langsam herausfinden. Musik wurde ein Schlüssel und letztlich die Bandgründung von „Permanent Confusion“ half Schritt für Schritt auf ein Level zu kommen, in welchem zwar die Depressionen in Schach gehalten werden konnten, ich jedoch auch in meine Rolle als „junger Mann“ stärker hineinschlüpfte, diese jedoch immerhin auch leicht aufbrechen konnte: mit geliehener Bluse, mit mäßig guten, aber ehrlichen Texten über Trauer, Einsamkeit und Sex. Und spätestens 1997 sogar mit dem ersten Rollenwechsel, als ich für das Stück „La Habana“ das lyrische Ich eine Frau sein ließ. Doch zu diesem Zeitpunkt war die beste Zeit der Band schon vorüber, hatte sich die ursprüngliche, innere Verbundenheit etwas gelöst und ein zuvor existentes kleines, aber feines Publikum war weitergezogen. Und dennoch war und ist es unglaublich wichtig, sich in dieser Kunst auszudrücken. Und deswegen ist es auch am wichtigsten, Musik zu hören, die aus einer inneren Notwendigkeit geschaffen wird.

In dieser Zeit hatte ich erste Beziehungen zu Frauen gehabt, und ja, es gab bis zum heutigen Tage Sex in meinem Leben, denn es gibt zwei Kinder. Den Grund möchte ich hier nicht verheimlichen: Ich liebe Frauen. Und im Sex nutzte ich das Instrumentarium, das mir zur Verfügung stand.

Um die körperlich-mentale Diskrepanz zu erläutern, verweise ich noch einmal kurz auf die depressiven Episoden. Bevor ich im Oktober 2013 endlich die Erkenntnis meiner Transsexualität hatte, war ich in physotherapeutischer Behandlung. In einer – ich kann mich nicht mehr an die genaue Begrifflichkeit erinnern – „Versenkungsübung“ sollte ich mich in meinem Körper einfinden. Später, als ich Autogenes Training beginnen sollte, wurde dies zum Standard und durch die geänderten Situation meiner Selbstsicht, ist dies inzwischen kein Problem, doch in jener Übung mußte ich erkennen, daß mein Körper und mein „Geist“ nichts miteinander zu tun hatten. Dieses „sich-in-den-Körper-einfinden“ wurde zum schwierigsten Teil der Übung. Ich selbst war über diese Situation zunächst einfach nur erstaunt. Während der „Versenkung“ erschien es mir, als stünde ich komplett neben mir, als müsse ich erst „in mich hineinsteigen“. Die Entfremdung, die ich schon jahrelang gespürt hatte, bekam in dieser Situation ein Bild. Es kam nicht von ungefähr, daß Albert Camus‘ „Der Fremde“ seit jeher eines meiner liebsten, weil tief in meine Seele greifendes Buch war. Und ich damals heulte, als ich zum ersten Mal die letzten Zeilen las:

Damit sich alles erfüllt, damit ich mich weniger allein fühle, brauche ich nur noch eines zu wünschen: am Tag meiner Hinrichtung viele Zuschauer, die mich mit Schreien des Hasses empfangen.“

So lange habe ich jetzt darauf gewartet, den alten Körper sterben zu lassen. So viel Selbstverletzung ist darüber gezogen. Der Rest möchte bitte bald neu anfangen.

Punk 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

ich beginne diesen Text über eine notwendige Utopie mit einem Tweet, den ich am Morgen des 1. Januars 2018 schrieb:

Punk is not dead.

Punk is Trans, Ace, Gay, Lesbian, Queer, Inter, Poly, even Hetero!

Punk is Empathy. Punk is: To Be.

What Punk is not: Punk is not Norm.

LET’S MAKE 2018 THE YEAR PUNK IS COLOURFUL AS HELL!

We can make it happen!

Ich hatte gehofft, daß dieser Tweet eine gewisse Resonanz erziehlt. Und nach vier Stunden 85 Likes ist (bei meiner doch relativ kleinen Reichweite) schon jenseits des guten Erfolgs, wobei es natürlich überhaupt nicht darum geht.

Ich möchte folgendes hierzu ausführen:

2017 war kein gutes Jahr. Es wird das Jahr sein, in welchem die autokratischen, nationalistischen und rassistischen Regime und Menschen ihre Machtbasis weiter verstärkten und das Leben für alle anderen Menschen, die eine mehr oder weniger selbst gewählte Nische bevölkern, ein Stück weiter untragbar gemacht haben.

Man kann diesem Treiben der politischen Rechten mit Spaß, mit Verachtung, mit Gewalt oder mit Ignoranz begegnen.

Desweiteren war 2017 das Jahr, in welchem (endlich) die Gewalt gegen Frauen zu einem wirklichen Thema wurde. Übergriffigkeit ist (vor allem) kein Kavaliersdelikt.

Insofern kann es 2018 nur darum gehen, der erwähnten politische Rechte und der toxischen Männlichkeit entschlossen entgegenzutreten. Diese Meinung wird von vielen Menschen geteilt.

Daher mein Aufruf, den Punk im Jahr 2018 zu einem grenzüberschreitend farbenfrohen Ereignis zu erheben.

Dabei sollten wir die üblichen Assoziationen mit Punk über Bord werfen: Keinen Irokesenschnitt, keine Sicherheitsnadeln im Gesicht, kein Anspucken, kein permanentes Betrunkensein, kein radikales Festhalten am Nichtskönnen (oder auch einer reinen Lehre). Ausser, wer es mag. Der soll dies tun. Denn darum geht es: Punk soll das „Sein“ ermöglichen. Nicht mehr das „existieren“. Und ja, wem das nach Hippie klingt: Okay, gut möglich. Doch möchte ich einen grundlegenden Unterschied ansprechen, in welchem Hippies und Punks in jener Zeit auseinandergingen: der Hippie lebte vor allem nach Innen, dem Punk war in gewissem Maße die Welt draußen, das Soziale, nicht egal. Und ich möchte unbedingt darauf beharren, daß der Punk 2018 bei aller unbedingten Individualität auch seine Hände nach Aussen streckt. Das ist so ergreifend wichtig. Die Angst vor dem Fremden spielt der politischen Rechte in die Hände, doch wir möchten diese Hände leeren. Darum: geht aufeinander zu! Ohne Angst und auch ohne vorgefertigte Meinungen. So lassen sich auch besser die Bande knüpfen, die Netzwerke aufbauen, die uns eine Stärke geben, um den Angriffen von Rechts, von der toxischen Maskulinität zu widerstehen. Wenn wir zusammen stehen, sind die Frauen, deren Hände wir greifen, besser geschützt. Im besten Falle, heißt das.

Was ist noch zu tun? Hier möchte ich auf den ursprünglichen Tweet zurückkommen, in welchem ich etliche Spielarten des gekürzt LGBT genannten Sexualspektrums auflistete. Ich selber finde mich im Transbereich wieder, weil Transfrau. Ich möchte nachhaltig dazu anregen, daß gerade aus diesem gesellschaftlichen Bereich eine Energie aufsteigt, die von uns – die wir uns in diesen Worten widerfinden – produziert wird, die uns gleichermassen trägt. Und das nicht nur an bunten Christopher-Street-Day-Veranstaltungen, die aber sicherlich ein sehr gutes Beispiel sind. Doch denke ich eher an die „kleinen“ Situationen unserer Leben, in welchem wir eine buntere Offenheit fördern und dadurch etwas Mächtiges entstehen lassen, das den Namen Hoffnung trägt. Und nein, ich denke weniger daran, daß wir anhand unserer Sexualität diese Energie formen und fördern, als vielmehr durch unsere Erfahrung in den Ecken, den Nischen, der Dunkelheit leben zu müssen und anhand dieser Übung zu wissen, wie wir Menschen, die aufgrund anderer Stigmata in der Isolation leben, an der Hand nehmen können, und diesen helfen können. Und nicht vergessen: ich erwähnte auch Hetero-Menschen. Diskriminierung muß der Vergangenheit angehören. Das soll einer der wenigen wirklich festen Leitsätze sein.

Ich habe auch nicht vergessen, daß es viele Menschen gibt, die genau hier Schwierigkeiten sehen, da es ihnen generell eher schwer fällt Kontakte zu knüpfen, auf noch fremde Menschen zuzugehen. Ich weiß das, es geht mir selber so. Manchmal reicht es jedoch schon ein Lächeln auszusenden. Das ist etwas, das wirkt, und von keinem AfD-Politiker (oder ähnlicher Gesinnung) unterdrückt werden kann.

Es gibt viele Fährnisse auf diesem Weg. Und hier spielt auch schon die Politik hinein, die mediale Gesellschaft. Die Art und Weise, wie über gerechtfertigte Proteste berichtet wird. Wie einerseits nebenbei über steigende Kinderarmut berichtet wird, dann jedoch großflächig ein fantastisches Börsenjahr gefeiert wird. Hier hat sich in den letzten gefühlten zwanzig Jahren eine Verschiebung vollzogen, die fatal ist. Es gab auch schon Gegenbewegungen (Occupy, um nur eine zu nennen), doch hat sich hier wirklich eine Nachhaltigkeit ergeben? Das sollte ein Ziel sein, um wirklich eine gesellschaftliche Änderung zu schaffen. Und dennoch war gerade Occupy ein guter Ansatz, da die Art und Weise der Beschäftigung mit den börsenorientierten Konzernen ein wichtiges Thema ist. Hier wird es Änderungen geben müssen. Welche? Mindestens Rücknahmen von vergangenen Privatisierungen sollten ins Auge gefasst werden. Der Staat muß eine Obhutspflicht für seine Bürger übernehmen können, und damit meine ich weniger die Möglichkeiten polizeilicher Maßnahmen, als vielmehr staatliche Auf- und Ausgaben in Gesundheit, Pflege, Bildung, Umweltschutz, Energieversorgung.

Wir können nur BUNT überleben. Alles andere ist ein langer, schmerzhafter Niedergang unserer Spezies, den wir nicht wollen können.

Und: Ich will als transsexueller Mensch dennoch ein Teil einer in sich befriedeten Gesellschaft sein, in welcher den finanziellen Aspekten des Lebens weniger Mühsahl gewidmet werden muß. Ist das eine totale Utopie?

Lasst uns darüber kommunizieren.

25.05.2017

Revolte + Terror = Jugendkultur hahahahahaha

vorwort: Wem der Stil des Geschriebenen nicht paßt, wer den Wirrungen und Irrungen der Gedanken nicht folgen kann, wer was auch immer …. geht einfach weg. Okay?

this is the worst trip I’ve ever been on. Mann, ich steh voll in der Wüste. Auf einer Brücke, unter der die Sanddünen lachend hindurchziehen. Als ich vor einigen Tagen über Rockmusik nachdachte, fiel mir dieser Streifen „almost famous“ ein. Ist inzwischen fast volljährig, der Film. Und dann folgte der Gedanke über diese Szene darinnen, in welcher der Junge die Platten von seiner rebellischen Schwester unter dem Bett hervorzieht, und sein Leben gerettet werden soll. Zum Glück war kein Serge Gainsbourg dabei, sowas wie Histoire de Melody Nelson, kultivierter Schweinkram mit kleiner Körbchengröße und satten Arrangements.  Zu feingeistig für die kommende Stewardess und überhaupt zu kultiviert für irgendein Amerika. Ob nun das verfilmte 1969 oder auch der Donny-Age-Komplex, unter welchem wir zu schnaufen beginnen. Als wenn das nicht egal wäre…. kaum verflogen die Klänge… stand dieses kurze Intervall am Beginn eines Streichquartetts von Alban Berg in der Atmosphäre und… was ist mit Euch los? Fragen Alban und auch ich!

Die Erinnerung an „almost famous“ hatte schon einen gewissen Sinn. Ein Film über das Ende jener Phase einer heiß gelaufenen Maschinerie. Das Vorglühen war der Rock’n’Roll, die Hüfte, Algerien, Wirtschaftsaufschwung und vor allem AUFSCHWUNG. Bis ins Weltall. Im ersten Akt wurde der Jazz dann heißer, drängender, freier, entstand eine mündige Schicht an Menschen, die Rechte forderten, flogen die Raketen im Orbit, wurden die Kriegsschauplätze exotischer und Einnahmen aus Schallplattenverkäufen galten noch ein wenig wie Wolkenkuckucksheim. Im zweiten Akt verfliegt die Exotik des Krieges, denn Er Will Dich, wird in flirrenden Paisleymustern [Das sind aber ganz schön konkrete Gedankengänge, mein lieber Schwan oder auch Scholly oder… äh] dieses Wollen verneint, mit grinsender Kopulationsakrobatik auf Rockbühnen die Macht zelebriert als Poesie der Wirtschaftsmuskelmasse, während der Rest langsam schnauft. Und wenn 1973 die Maschine eben heiß läuft? The Fall of Saigon steht vor der Tür. Die Ölkrise. Die RAF. Die PLO. Die ETA. Die IRA. Die nicht gut abzukürzende Brigate Rossi (Okay, die Abkürzung bringt Medienleute aus Bayern zum knurren) Dazu ist alleine in Europa noch so manches Ländchen unter einer Diktatur bemantelt. Spanien, Portugal, Griechenland, der Zypern-Konflikt. Dazu noch der ganze Warschauer Pakt, eine fantastische eigene Liga der Unterdrückung. Nicht zu vergessen, nicht?

Wozu das Ganze? Weil dies grelle Augenpaar manchmal ARTE schaut. Weil dort immer gerne des Sommers schöne, kreischend bunte Dokus über die Rebellen jener Zeit gezeigt werden, die uns heute mal so richtig schön zeigen können, wie der Unzustand unserer Zeit in eine total groovige … ach, klappt ja gar nicht, weil die Realität ja weder ARTE-konform, noch Netflix-bingemäßig zurecht geschustert werden kann, denn da ist der Mann mit dem Bombenkoffer. Und der macht das Licht aus. Das haben die schon immer gemacht. Die ganzen Hirnis, die nur drei Buchstaben behalten können, hatte ich schon aufgezählt. Und damit sind wir plötzlich am Brunnen Mimirs angelangt. Ganz ohne ein Auge zu verlieren. Nur eine volle Dröhnung an Alban Berg oder einen anderen geilen Macher aus der (Achtung) Neuen Wiener Schule. Nicht die Alte. Die Neue! Ist zwar älter als sowohl Frankfurt, als auch Hamburg. Nichtsdestotrotz! Oder halt mit John, bzw. Alice Coltrane hochfahren. Mimir sagt: Jungens, Mädels.

Da seht sie stehen! Dort stehen sie herum, die Konserven.

Die Konservativen.

Die Kompressionierten.

Die Konfektionierten.

Die Kompromittierten.

Die Kompostierten.

Alice, das ist nur scharf. Shiva Loka.

Die Kondolierten.

Die Gondolierten? Die Kronzeugierten!

„Das geht so nicht weiter, Mimir!“

Die Präservativen.

Die Präversativen.

Die Frittierten!!!

„Du kannst nicht so Recht sprechen, oder in den Quell der Weisheit blicken, Mimir!“

Das Kapital. Spielt und würfelt. Es rückt die Figuren. Das ist doch klar. Das ist Physik. Wölbt sich das weiße Yang oben aus, quellt das schwarze Yin nach unten weg. „Und natürlich“…. nee, ruft Mimir: meet the new boss, same as the old boss. Denn auch das ist Physik: die Luft am Gipfel ist immer dünner, als im Tal. Da können so viele Wortspiele und Versprechungen, Versprungungen, durch die Welten schwirren, das kann nicht gehen.

„Mimir! Warum schicken Leute Dick-Pics und dann seh ich nur Richard Nixon?“

Weil eben „Dicky’s such an Asshole.“ und heute singen wir „Donny’s such an Asshole“, und statt einem DickyPic, setzen wir ne blöde Orangenperücke auf. Annoying Orange for real.

Is everybody in?

Nein. Warum auch. Jedes so begrenzt, es kann. Kondoliert doch, wo ihr wollt. Zum Teufel. Ständig sterben Menschen, jederzeit, jeden Orts. Durch Krebs. Durch HIV-induzierte Erkrankungen. Durch Bombensplitter. Kein Tod ist schön. Nirgends. Nie. Und dennoch rafft es Menschen dahin. Der Schrecken ist immer die Lücke, die der Tod reißt. Die Unzeit, die er erschafft. Und dennoch sagen Mimir und auch ich: Kommt endlich klar damit, das Euer Abo mal irgendwann abläuft. Das Ticket wird Euch aus der Hand gerissen, da seht Ihr nur noch die Fetzen im Winde wehen. Und natürlich habt Ihr Angst davor, wenn der Schalter umgelegt wird. Und im Off steht nicht mal Wayne. Mimir lacht. Über die, die vor toxischen Menschen warnen. Mimir ROFLT. So ein nordisches Wesen sollte sich nicht so verstörend verhalten. Hey.

Jetzt ist die Bagatelle passiert. Der Schreiber lacht auch. Hat aber nur eine Sekunde zuvor das Wasser getrunken. Das Papier wellt. Heilig’s Blechle. Und warum das Ganze? Weil nasses Papier die Eigenheiten des Wassers übernimmt, natürlich! Das Farbband muß in der Nacht am Feuer verweilen, auf das trockenen Fußes der Text weiterwandert. Gleich einer akustischen Guitarrrrre. Chico legt noch ein paar Flöten mit ins Grab. I think it’s gonna rain today.

Zwischenwort:

Wer jetzt noch hier rum nölt, ey! Mein Freund Haarmann hat ein Hackebeilchen

„So, Mimir“ Was! Mit den Fingerchen fummelnd wie Mister Burns, nur Millionen an Dollars weniger „Also, sollen Menschen nicht Dinge und andere Menschen meiden, die schädlich sind?“ Watt is dat für ne scheiß Frage, du Eierkopf. Dann kannste dich inne Höhle einschließen. Datt ganze Leben is voll toxisch. Kaum biste auffe Welt, iss schon die Kakke am dampfen. Oder willste dem Finanzamt auch jetzt mal mit „Also, ich muß Sie bitten von Ihren Forderungen nach Steuerzahlungen Abstand zu nehmen, denn das erzeugt eine negative Schwingung in meinem Leben“ auffen zeiger gehen, watt? vollpfosten! Damals als noch über Nixon-Bilder sinniert wurde, ha. Ja, girl in trouble. Hat irgendwer mal drüber nachgedacht, was DickPicMusic ist? So was, wie … wir kommen nicht ausse zeit da raus. Almost famous und so. Led Zep I oder II. squeeze me lemon til the juice runs down me leg. Robert Plant aus Yorkshire, kreisch! Aber das ist dann der Sound der Revolte. Und natürlich der arme Hendrix, der doch niemandem was getan hatte*. Und immer wieder nur Satisfaction. Ich verlange auch nach genau dem und verlange dazu auch noch die Wahl der Waffen. Waffeln. Wenn immer auf die gleiche Stelle geschlagen wird, dann ist das Physik! Oder Biologie! Da entsteht ein Bluterguß. Und Schmerz. Und irgendwann bricht auch der Knochen. Habt Ihr sonst keine anderen Ideen? Seid doch nicht immer so eindimensional! Stellt Euch vor, Ihr stündet vor Kafkas Schloß, hört die Telefone und die Schreibmaschinen. Stellt Euch vor, Ihr seid ein Käfer. Was denn?! Ihr geht dann rein!

time takes no prisoners. time takes a cigarette.

Ein kurzer klarer Moment wie ein Pochen. Die Bürgerrechtsbewegung der 1960er hatte ein klares und einfaches Ziel: Gleiche Rechte für alle Rassen.

Was hat 2017 zu bieten? Mimir will wieder ROFLN. Können wir einfach den alten Faden wieder aufnehmen und noch „Gleiche Rechte für die Geschlechter“ hinzufügen? Okay? (this is the most worst trip I’ve ever been on) Ich bin doch der Käfer. Und das Wasser habe ich getrunken. Einst sprudelte es. -.-

* Jimi machte mal den Song little wing. Wer da irgendwas von Revolte raushört, sollte mal ein Wasser trinken. Jimi wollte doch auch nur wegfliegen.

08. Oktober 2016 – eine kurze Bestandsaufnahme, ein Ansatz zur Diskussion gegen das Poltern des Populismus

Was tun?

Jaja, die AFD treibt weiterhin ihr Wesen, und die selektiven Rassisten, nicht nur die deutscher Nationalität, nehmen die Meinungshoheit an sich. Wer sich ihnen in den Weg stellt, dem tönt es entgegen, daß alles der Meinungsfreiheit zugehöre.

Ach, haltet doch eure Fressen. Es ist mit euch nicht zum aushalten, ihr Storch-Petry-Höcke-Kindsköppe. Ihr seit nicht einmal bessere Rattenfänger. Ihr könnt nur gut, weil ihr die mediale Präsenz erhaltet und auf dieser Klaviatur einigermassen gut klimpern könnt. Das war es auch schon. Ein Konzept, wie ihr eure sogenannte Volksgemeinschaft im Falle einer demokratisch gewonnenen Wahl führen möchtet, ist beim besten Willen nicht zu erkennen, denn ihr wißt schon, daß ihr den Ast auf dem ihr so feiste sitzen wollt, bei erster Gelegenheit absägen werdet: Sozialleistungskürzungen für Jedermann. Eieiei, seid schweigsam darüber, sonst wird das nichts.

Doch genug des Bashings der freiwilligen Trottel eines sogenannten Volkswillens.

Was ist das schon: Ein Volk?

Diese Frage wird im Laufe der folgenden Zeilen auch noch betrachtet, doch wende ich mich erst einmal einer wichtigeren Untersuchung zu. In großen Buchstaben geschrieben:

„WARUM GEHT’S MIR SO DRECKIG?“

So hieß die erste Platte der Band Ton Steine Scherben 1971 und mit diesem Satz können sich sicherlich viele, viele Menschen auf diesem Kontinenten indentifizieren. „Uns“ geht es scheiße, dann kommen diese Flüchtlingen und die bekommen alles in den hinteren Unterleib geschoben. Sogar Smartphones haben die. Und kriminell sind sie. Et Cetera.

Das es den Menschen, die sich auf eine Flucht, gar in äußerst fragwürdigen Booten über das Mittelmeer, begeben, dies kaum freiwillig tun, ist hier natürlich den meisten Menschen, die über diese sogenannte Flüchtlingskrise klagen, gar nicht klar. Selbst wenn die Flucht über die Balkanroute führt, ist es immer noch ein grausig schwieriges Unterfangen, das im Grunde höchste Hochachtung vor dem Willen dieser Menschen herausfordert. Doch was haben wir übrig: Ablehnung. Was sind wir doch für ein moralisch fragwürdiges Geschmeiß! Die wir in unseren beheizten Häusern sitzen an diesem Tag im frühen Oktober 2016. Draußen weht nicht der erste schneidende Wind. Drinnen hat es 18° Celsius oder mehr Behaglichkeit. Wir sollten unsere feisten Fressen halten, als über diese Menschen, die von egal woher zu uns strömen, herzuziehen. Ich verneige mich auch vor den sehr zynisch so genannten Wirtschaftsflüchtlingen. Denn woher kommt deren Gefühl, daß es ihnen so dreckig geht, das sie ihre Heimat hinter sich lassen? Oh, richtig. Unser Wohlbehagen, unsere Ausbeutung, unsere Unterstützung diktatorischer Regime. Kurzes Innehalten: Bin ich, als Bürger der Bundesrepublik Deutschland, automatisch an diesen genannten Wirtschaftsverbrechen und Unterdrückungen beteiligt. Tja, scheiße. Ja. So lange ich nicht dagegen protestiere, oder daran setze, meinen Anteil der Ausbeutung soweit zu minimieren, daß ich reineren Gewissens weiterleben kann. Doch dazu gehört Aktivität. Sehe ich solche Aktivität unter den AFD-Genossen, gar unter CDU/CSU-Sympathisanten? Um Himmels Willen, das widerspricht der deutschen Lebensart! Das ist links-versifftes Geseier. Danke auch! Ihr mich auch, nicht wahr. Abgrenzung gegen diese Menschen tut not und wird von mir aktiv betrieben. Sollen diese Selektivrassisten auch gerne nicht mehr weiterlesen, obwohl einigen der Rest gefallen könnte. Ja, vielleicht.

Denn: Ja, es geht sehr vielen Menschen in Deutschland dreckig. Und nicht nur in Deutschland. Der Erfolg des Front Nationale in Frankreich, der Brexit der Briten, die Erfolge populistisch-nationalistischer Strömungen in Polen, Ungarn, Österreich und Dänemark kommen nicht von ungefähr. Leute haben die Faxen dicke.

Doch: Wer ist daran schuld? Die Flüchtlinge, die sich in Massen nach Europa begeben? Die kriminellen Ausländer mit ihren Drogen? Die jüdische Weltverschwörung?

Nein. Die Schuld liegt tiefer begraben. Die Schuld wurde in Europa und dem Rest der sogenannten ersten Welt geschaffen. Und wenn WIR (damit schließe ich auch Menschen ein, die gerade noch Selektivrassisten waren, doch dann bemerken, daß ihr Intellekt eigentlich groß genug ist, um doch noch über Tellerrand zu blicken) nicht jetzt langsam etwas dagegen unternehmen, dann wird der Boden, auf dessen Fundament unser Wohlergehen aufgebaut ist, unter unseren Füssen weggezogen durch genau diese Rotte, die doch lauthals vor den geiernden Fremden warnt.

Den Menschen im Bereich der Europäischen Union geht es besser, als vielen Menschen im Rest der Welt (individuelle Härtefälle aussen vor). Das Wohlstandsniveau im Bereich der Europäischen Union hat sich ebenfalls in den Jahrzehnten verbessert. Und dennoch ist da nicht nur ein Gefühl, daß es für sehr viele Menschen besser sein könnte. Ja und dazu müssen wir in die Vergangenheit reisen.

Der Club of Rome warnte schon 1972 über Die Grenzen des Wachstums. Hört man auch 2016 noch Politikern zu, wissen sie immer darauf hinzuweisen, daß alles getan werden müßte, um das Wachstum zu erhöhen. Was bedeutet diese Diskrepanz? Nun, Politiker sind auch immer Teile ihrer Gesellschaft, und diese Gesellschaft ist auf einen Holzweg geraten. Wann? Vermutlich schon immer, doch hat sich im Nachgang des Zweiten Weltkriegs eine Verschärfung, eine Perfektionierung der Suche nach dem zerstörerischen, gesellschaftszerrüttenden Holzweg ergeben. Ich habe bereits die Jahre 1971 (Ton Steine Scherben) und 1972 (Die Grenzen des Wachstums) genannt. Und schiebe noch eine relative Zeitgenossenschaft hinterher, nun aus dem Bereich des deutschsprachigen Schlagers. Ein Gus Backus sang einmal: „Und dann hau ich mit dem Hämmerchen mein Sparschwein kaputt, mit dem Innenleben von dem kleinen Sparschwein gehts mir dann wieder gut.“ Putzig, nicht? Nein. Gar nicht putzig. Wer sich heute, 2016, noch mit Sparschweinen umgibt, ist vermutlich einer der offiziell traurigsten Menschen der Welt (außer es sollte sich noch eine Verschärfung der Negativzinsen für Guthaben ergeben). Und dennoch vermutlich auch im Inneren glücklich? Was bedeutet uns das Sparschwein? Diese Frage ist jetzt sehr ernsthaft gestellt. Was beudeutet DIR, Leser, das Sparschwein? Ein zeitlicher Anakronismus? An der Oberfläche nur gekratzt: Ja. Die Geschwindigkeit unserer Leben im Jahr 2016 hat das Sparschwein von diesem Planeten gefegt und wir können nur noch staunend, erschaudernd hinterherschauen. Das Zeitalter des Sparschweins ist definitiv vorüber. Doch wäre genau der Versuch, die Geschwindigkeit unserer Leben, die das Sparschwein als Symbol für finanzielle Rückstellungen im Bereich des privaten Lebens obsolet werden ließ, zu drosseln. Ganz im Sinne der immer wieder aktualisierten Berichte des Club of Rome, deren Ergebnisse sich nicht wirklich für die Zukunft unserer Nachkommen verbessert. Ganz zu schweigen davon, daß WIR – die Menschen der Gegenwart – inzwischen die Schattenseiten dieser Analysen zu spüren bekommen. Es wird immer stärker auch aus der Politik heraus geklagt, daß sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnet. Der Mittelstand schrumpft, die Ängste von aktuell noch „sicher“ lebenden Menschen vor einem Abrutschen in Armut verschärft sich. Die Ängstlichen suchen sich Feindbilder und eilen Populisten hinterher, die ihnen einfache Lösungen vorgauckeln. Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor? Dazu möchte ich eine Schlagwörter aus dem Ärmel schütteln:

Die Älteren erinnern sich noch an Arbeitskämpfe zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften um eine Arbeitszeitverkürzung von 40 Wochenstunden auf eine niedrigere Zahl (letztlich gab es da eine teilweise durchgesetzte 38,5-Stunden-Woche) bei vollem Lohnausgleich.

Die Menschen des Jahres 2016 kennen viele Fälle von Menschen, die mehr als einen Job ausüben, um über die Runden zu kommen.

Die Älteren erinnern sich an: „Die Renten sind auf lange Sicht sicher.“

Die Menschen des Jahres 2016 wissen nicht unbedingt, ob sie über diesen Spruch wirklich noch lachen können, auch im Angesicht der Verwirrungen (ein Euphemismus), die durch die Einführung von geförderten privaten Vorsorge geschaffen wurde.

Die Älteren erinnern sich an Zukunftsvisionen, die verlockend waren, die Lust versprachen.

Die Menschen des Jahres 2016 sehen als Sieger im Kampf um die Zukunft die Herren Orwell, Huxley und andere Dystopisten hervorgehen.

Die erhöhte Geschwindigkeit hat uns als Menschen, als Individuen den Garaus gemacht. Und damit auch in hohem Maße die Achtung vor dem Mitmenschen zerrissen. Das ist keine Anklage gegen die neue Medienlandschaft, doch bietet sie erhöhte Möglichkeiten der Lust an der Beschimpfung nicht persönlich bekannter Menschen zu frönen. Ob Du Dich daran beteiligst, liegt nicht am Internet, sondern an Dir.

Die erhöhte Geschwindigkeit wurde an anderer Stelle eingeführt. Es geschah in dem Moment, als die Soziale Marktwirtschaft zugunsten befreiter Märkte zu Grabe getragen wurde. Und wer Mitte der 1990er Jahre dabei war, als ein deutscher Kommunikationskonzern mit großem T seine ersten für jedermann erwerbbaren Aktienpakete öffnete, war dies nur ein kleiner Schritt bei der Öffnung einer pandoraschen Büchse, jedoch signifikant. Denn: wieviele Blasen haben die Aktienmärkte innerhalb der vergangenen 20 Jahre erdulden müssen? Wieviele individuelle Träume sind hier zerschlagen worden? Hat die Menschheit den Schlag der Bankenkrise von 2008 eigentlich schon wirklich verdauen können? Nein, das hat sie nicht. Denn: natürlich sind finanzielle Krisen, wie der immer noch nicht wirklich verhinderte Staatsbankrott Griechenlands eine sehr sauber, hausgemachte Krise, doch gut geölt durch die Möglichkeiten der befreiten Geldmärkte geraten diese Schieflagen noch schneller ausser Kontrolle, und auch solch barbarische Mordorismen, wie „Wetten gegen eine Währung“, sind bei den dringenden Aufräumarbeiten einer nationalen Finanzwelt so hilfreich, wie Brandstiftung gegen ein Krankenhaus. Es ist eine Straftat. Wer anders denkt, sollte gute Argumente zu Felde führen können. Für mich gilt immer noch das Individuum höher, als ein finanzieller Gewinn.

In den Jahren nach dem Zerfall des Kommunismus wurde vom Ende der politischen Linken, vom Ende des Klassenkampfes gesprochen. Ich hoffe, diese Kommentatoren wissen um ihre völlige Fehleinschätzung (F.A.Z.?). Die einstigen, früheren Klassenkämpfe sind nur in ihrer Richtung verändert. Wurde früher vertikal gekämpft, geht es heute mit dem Messer in der Hand gegen die horizontal stehenden Gegner. Dabei verlieren die Kämpfer den Überblick, sehen aber dem Feind ins Auge. Doch wer ist dieser Feind, und warum ist er/sie es? Die neuen Kampfeslinien verlaufen auf oftmals irrationalen Wegen, und werden daher leicht von der einfachen Argumentation des Populismus an der Hand genommen. Dabei spielen dann plötzlich Wörter, wie „Volk“, „Nation“, „Leitkultur“, „Terrorismus“ eine Rolle. Und vieles scheint plötzlich neu zu sein. Es herrscht das Gefühl vor, ganz neue Wege zu beschreiten, wenn der Terrorismus als Beispiel besprochen wird. Natürlich spielt hier die sogenannte Flüchtlingskrise eine wichtige Rolle, denn im Schatten dieser bewegen sich die Täter in unsere Breitengrade und werden zu einer Bedrohung vor unserer Haustüre. Ja, das kann durchaus geschehen, die Wahrscheinlichkeit ist sicherlich höher als Null. Dennoch, bei aller Angst davor, gibt es ein gewisses Maß an staatlicher Sicherheitsapparatur, das hier an der Verhinderung der Gefahr arbeitet. Und, ganz wichtig zu erwähnen ist, daß die Kriminalogie in Deutschland durchaus gut eingearbeitet ist, seit den Tagen der RAF. Den Tagen der PLO. Den Tagen der AKP. Den Tagen der Wehrsportgruppen und anderer Freikorps. Terror in Deutschland ist – so scheußlich das klingen mag – ein widerkehrendes Phänomen, das sicherlich vor allem nicht durch einen sogenannten „Krieg gegen den Terror“ zu bekämpfen ist. Das sollten vor allem die letzten 15 Jahre eindeutig gezeigt haben.

Doch ist es ein leichtes im horizontalen Kampf dem Widersacher einen Terrorismusverdacht nachzusagen, oder ihn aus „Volk“, „Nation“ oder „Leitkultur“ auszuschließen, und ihn dadurch offen als Gegner zu brandmarken, den es zu schlagen oder mindestens erniedrigen gilt. Wenn dieser Widersacher eine sprachlose Menge ist, wie es die vielen heimatlosen Flüchtlinge der letzten Jahre sind, ist es um so einfacher, diese zu marginalisieren, sie auch als Steigbügel für eigene Profilierung zu nutzen. Das die dabei vielfach genutzten Schlagwörter „Volk“, „Nation“ und „Leitkultur“ nie wirklich klar definiert werden, spielt jedoch keine wirkliche Rolle. Doch täte es genau daran wirklich Not, denn was ist dieses „Volk“, zum Beispiel jenes auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Ich stelle zur Disposition, das es definitiv kein homogenes Volk in diesem Land gibt, das nicht nur an landsmannschaftlichen Unterschieden liegen mag, sondern auch dadurch bedingt wird, wie groß auch im Jahr 2016 noch die selbstgefühlte Scham in Anbetracht einer 12jährigen Spanne der deutschen Geschichte ist. Eine vielleicht kurze Zeit, die dennoch eine übermenschliche Katastrophe in jeder Facette des Menschlichen, der Menschlichkeit darstellt. Hier darf niemals eine Marginalisierung stattfinden. Und um die Frage eines jugendlichen Bürgers dieses Landes im Laufe des Jahres 2015 aufzugreifen: „Bin ich jetzt Schuld an den 60 Millionen Toten?“: Nein, kein deutscher Bürger, der nach dem 8. Mai 1945 geboren wurde, trägt daran eine Schuld, doch ist uns als Nachfahren – ob un- oder nur mittelbar – eine Pflicht erwachsen, mindestens auf dem Gebiet dieses Landes dafür Sorge zu tragen, das Verfolgung geächtet wird. Das die Zugehörigkeit zu einer Rasse und das Geschlecht eines Menschen nicht dazu führt, Benachteiligung zu erfahren. Das die sexuelle Orientierung eines Menschen geachtet wird. Kommen Menschen in dieses Land, welchen diese Grundwerte fremd sind, dann sind wir dazu angehalten zu lehren und vor allem mit einem Beispiel voranzugehen, das so gut ist, wie wir es eben jeder für sich leisten kann. Dazu ist die Selbstversicherung jedes Menschen notwendig. Kein Mensch ist jederzeit frei davon gegen irgendetwas, irgendjemanden Abneigung zu empfinden. Diese innere Abgrenzug ist ein Teil der menschlichen Existenz. Doch kann jeder Mensch lernen, damit umzugehen, es nicht in Wort oder Tat nach aussen zu führen.

Doch Selbstversicherung und Selbstvergewisserung sind Prozesse, die ihre Zeit brauchen. Womit sich der Kreis zum Sparschwein schließt, denn auch dieses brauchte Zeit, um sich zu füllen.

Es ist nicht die Frage, ob ein Mensch jedes Jahr ein neues Smartphone braucht. Es ist eher die Frage, warum jedes Jahr ein neues Smartphone angeboten wird, und warum globale Konzerne, die dieses Angebot in die Welt schreien, noch nicht einmal einer regulären Steuerpflicht dort unterliegen, wo sie ihre Geschäfte machen. Gerade dieser Aspekt stinkt bereits seit vielen Jahren, und niemand räumt auf.

Wie hieß es damals in der Zeit, als Zukunft noch etwas Gutes schien: Think global, act local. Genau: ACT LOCAL, ihr Blutsauger der Menschen, die ihr eure Targets (Zielscheiben) nennt. Wir, die Menschen dieses Planeten, sind nicht für das Wohlergehen eurer CEOs und Aktionäre zuständig. Werdet wieder gewahr, daß ihr nur die Produzenten von Produkten sind, die WIR für uns nutzen.

P.S. für die AFD-Fanboys und -girlies: Wenn irgendwo auf diesem Planeten ein Mensch, der dort Ausländer ist, straffällig wird, ist – so seine Schuld nachgewiesen ist – dieser zu bestrafen. Ich weiß nicht, warum solch eine klare Realität unseres Zusammenlebens immer wieder zur Sprache gebracht werden muß. Sollte es im Bereich der Legislativen Lücken geben, sind diese durch die gesetzgebende Exekutive unserer Gewaltenteilung zu schließen. Punkt.

„Young kids playing rock music, should be ashamed of themselves for not doing something really new.“

„Young kids playing rock music, should be ashamed of themselves for not doing something really new.“

Wenn ich diese Aussage lese. dann stimme ich ein wenig zu. Der Mensch, welcher dieses sagte, will wohl auch einfach etwas zuspitzen und vielleicht sogar Widerspruch auslösen. Was auch immer. Ich frage mich natürlich, ob Rockmusik im Jahr 2016 wirklich noch wichtig ist. War sie jemals wichtig? Ja. Auf jeden Fall. Doch die beste Musik, die ich selber über die Jahre in meinem Herzen sammelte, war Musik, die vielleicht Rock oder auch komplett anderes war, aber Musik, die berührte. Insofern kann die Rockmusik ab der Gegenwart ruhig verschwinden, in Bezug auf die erwähnten „young kids“. Und die Alten, die noch zum Instrument greifen? Okay, seien wir ehrlich. Weltbewegendes hat es in der Rockmusik tatsächlich seit Jahren nicht mehr gegeben. Und eine neue Punk-, Metal-, Indierockband braucht auch kein Mensch. Explosive Musik mit Gitarren, Bass, Schlagzeug machten zuletzt höchstens noch die Swans, die das Vokabular der Musik jedoch auch mächtig erweiterten, da sie Atmosphäre und Aura der Musik belebten und ihnen die Länge eines Musikstückes völlig egal wurde, so das die Fugen auseinanderbrachen. Und da die Swans ihre Musik hauptsächlich über die neue Schiene des Fundraising finanzierten, war die Musikindustrie nur noch als teilweiser Verteiler gefragt. Und die Industrie braucht den Rockmusiker noch, und dabei auch gerne mal jung und unverbraucht, damit auch das junge Publikum noch bedient werden kann. Es mag 14-jährige Jungs und Mädels geben, die einen Michael Gira als Idol sehen können, aber viele werden es nicht sein, welche die Geduld aufbringen, sich mit derart sperriger Musik auseinanderzusetzen. Wenn also alt, dann Acts, die auch bei sommerlichen Festivals noch die Massen bewegen können. Und das ist keine Rockmusik mehr, sondern Show. Entertainment. ZDF-Fernsehgarten für Hippies und solche, die das nie zugeben würden, denn ihre Tattoos passen nicht dazu, denn sie sind HARTE, ganz HARTE Jungs und Mädels.

„young kids should stop flogging dead horses.“

Noch ein Zitatteil, das in sofern interessant ist, da es auf einen Plattentitel der Sex Pistols verweist. Der Kenner weiss, das diese Platte erst nach dem Ende der Band veröffentlicht wurde und auch nur Unveröffentlichtes und Ausschuß zusammenraffte, womit dem Titel „flogging a dead horse“ auch schön Genüge getan wurde. Und da setze ich doch mal an: Was wäre jetzt so schrecklich an einer Band aus 19- bis 25-jährigen Menschen, die den Ball der Sex-Pistols-Nachfolgeband P(ublic) I(mage) L(imited) aufnähmen und einen Sound wie jene auf „metal box“ brächten? Oh, das wäre himmlisch! Wird es eine solche Band geben? Nein. Es könnte sie geben, denn sicherlich wird dem ein oder anderen jungen Menschen irgendwann dieser Sound auf dem Lebensweg begegnen. Und von diesen jungen Menschen wird vielleicht jeder zehnte auch so tief beeindruckt sein, das er/sie sich denkt: „Das will ich auch mal machen.“ Denn der zwischen Krautrock und Dub angesiedelte klinische Antirock-Sound mit schneidenden Gitarren, angewidertem Mundwerk ist sicherlich noch nicht totgespielt, kein verendetes Pferd vom Anger. Dennoch wissen die meisten Menschen, die es jemals mit der Musik versuchten, das der eigene Sound auch sehr stark von der direkten Umwelt geprägt wird, was auch für die Musik von PIL galt, denn diese hörten Can und Reggae am Gunter Grove. Das nur mal als Anstoß. Neue unrockende, aber laute Wege sind möglich, auch noch nach 2016.

Warum trotzdem immer noch junge Menschen es mit diesem Klangbild versuchen? Außer, das es einfacher ist, als z.B. sich im Jazz zu versuchen? Die Rockmusik ist inzwischen gesellschaflich so integriert, daß der Tod eines Rockmusikers in der Jetztzeit mehr Tränen hervorrufen kann, als der Tod eines anderen prominenten Menschen. Sollten tatsächlich irgendwann Mitglieder der Rolling Stones sterben, werden wir es wieder messen können. Ein weiterer Grund ist der wirtschaftliche Aspekt, denn würden die Kids tatsächlich diesem Stil entsagen und völlig neue musikalische Klangwelten entwickeln, würde dies die Musikindustrie vor ein unglaubliches Problem stellen, denn damit brächen sicherlich auch Kundenpotenzen weg, die vielleicht das neue RedHotChilliPeppers-Album einfach ignorierten und bei deren Auftritt während einem Sommer-OpenAir einfach das Gelände verliessen, denn: „Rock? Pfff!“ Undenkbar? Naja. Ganz undenkbar sicherlich nicht, doch um wirklich den jungen Rock zu schleifen, bräuchte es auch ein Umdenken in anderen Aspekten des täglichen Lebens.

„young kids should definitely search for the interacting with others in making music, but not by evoking old clichés.“

Da findet sich dann auch der Ansatz, daß ein wesentlicher Punkt des Bandmusizierens wichtig ist: Das Miteinander. Und es ist kein Miteinander, das von einem unbestimmten Außen gefordert wird, denn oft ist der Funke, der eine Band begründet, die gemeinsame Sympathie. Oder? Für mich als Hörer wäre eher wichtig, das sich junge Menschen dem Aspekt stellen, das ihre Musik berührt. Und wie einst der weise Robert Fripp wußte: „In der Rockmusik kann es dir passieren, das du gefickt wirst.“ Was sich vielleicht abschreckend anhören kann, ist jedoch eine einfache Einladung dazu, offen zu sein für die Schwingungen der Musik. Und wer sich dazu hingibt, macht keine Musik mehr, die sich nur wie eine Klonung bestehender Sounds anhören wird.

Q-Tips #3 – on a sunday morning

Der neueste Mix aus der Q-Tips-Reihe – erstellt, um Ohren zu reinigen – huldigt einmal großflächig den Taten der Altvorderen. Doch zaget nicht, ihr Jüngsten, auch die moderne Musik wird einziehen, in dieser Reihe. Ich verwende keine Energie auf Grenzziehung und -erhalt.

Dieser Mix ist dem desperat sonnigen Sonntag Vormittag gewidmet. Und sollten Sie keinem depressiven Schub erliegen, könnte er auch eine Wirkung erzielen. Ich wünsche Glück hierfür.

Und so startet dieser Mix, nach dem inzwischen in den Ohren verankerten Laika-Intro, mit den ersten sechs Minuten des schönsten Radiohead-Stücks aller Zeiten. Kurioserweise nannten sie sich damals noch Pink Floyd und die Platte hieß „Meddle“. Waren die Radioköpfe eigentlich 1971 schon geboren? Sei’s drum, „Echoes“ ist ein Monument der leichten Köstlichkeit. Progressiv, aber noch lange, lange nicht exaltiert in Kopflastigkeit. Der richtige Dosenöffner für einen hinreißenden Tag.

Was „Echoes“ noch möglicherweise an Funk fehlt, da sich die Floyds gerne eher in die Wolken spielten, bringen Can, bei denen Drummer Jaki Liebezeit gerne mal einen dreckigen Beat spielte. Hier bleiben wir im Jahr 1971 und lauschen einem Auszug aus dem glorreichen „Halleluwah“ aus der sensationellen „Tago Mago“. Wenn der Sonntag mit dem Kitzeln der Floyds beginnt, so sind Can die feinen Wasserstrahlen der Dusche, im Laufe des Stückes mit Massagewirkung auf der Kopfhaut.

Es liegt nicht an der Musik, daß der folgende Song etwas ungelenk durch die Türe stakst, denn der Franzose an sich gilt ja gerne als elegant. And french he is, indeed. Jean-Jacques Perrey. Mit dem Stück „E.V.A.“, diesmal ausgesuchtes 1970er Material. Ein weiches Frotteehandtuch, das sich freundlich um den Körper des Hörers legt.

Und – schwupps – sitzet frau beschwingt am Küchentisch und nippt am Orangensaft. Am frisch „gerippten“ Orangensaft. Passenderweise hören wir den jungen Edwyn Collins mit seiner ersten Hitband, welche – huch – Orange Juice hieß. 1982 veröffentlichten sie das unglaublich begeisternd wippende „rip it up“.

Möchten wir nun noch ein modernes Küchengerät starten, so brauchen wir unbedingt „electricity“, flugs geliefert von den hereinschneienden Orchestral Manoeuvres in the Dark, kurz OMD, aus derem zweiten Album. Ja, das ist doch schon richtiger Punk, oder? Kraftwerk mit Verve nachmachen, und von jenen einen Songtitel von 1971 (schon wieder…) borgen, und das ganze 1980 total unquantisiert einherrocken, ohne Gitarre. Punk!

Jetzt mal schön zurücklegen mit dem Bill Evans Trio. Ach nein, die Platte heißt ja „Sunday at the Village Vanguard“. Überraschung! Und „my man’s gone now“ sollte für die Hörerin/den Hörer bitte nicht passen. Ansonsten schreiben Sie mir, ich bin ein guter Leser. Und vielleicht kann Bill Evans Sie ein wenig ablenken. Und wenn nicht, wird…

…Richard Strange, auch bekannt als Kid Strange von den Doctors of Madness, Sie mit seiner negativen Weltsicht anheimeln. „Kiss goodbye tomorrow“ nahm er 1980 neu auf, das Original stammt noch von seiner alten Band, den Doctors (LP „sons of survival“, 1978). Nice! Diese akustischen Gitarren, die so gerne rocken wollen.

So sitzt der Sonntag vormittag in einem Café, und wir senden dem Rest der Welt ein unsicheres Lächeln. Und wer konnte solche zwielichtigen Gefühlszustände besser vertonen, als der junge Matt Johnson, der sich gerne als der Der bezeichnete. (???) Ja, dummer Scherz, die Band nannte er The The. 1983 kam das erste richtige Bandalbum, welches „soul mining“ hieß, und dort fand sich dieses Kleinod „uncertain smile“, das neben Matt Johnson einen weiteren Star aufbot. Der hieß Jools Holland, und Sie dürfen nun raten, welches Instrument er spielte und damit gar nicht aufhören wollte…

Dieses Instrument findet sich definitiv nicht im folgenden Song. Dafür Krawall und Rückkopplung, ach! Wie ein sonntag morgendlicher Sonnenstrahl, auch dieser harmonische Gesang. Sie meinen den Song zu erkennen, aber nicht so? Nun, es war auch ein Welthit, dieses Mal jedoch von 1972. Und auch Neil Young selbst hätte es zu anderen Zeiten geschafft „heart of gold“ so klingen zu lassen. Hat er aber nicht, so blieb es den Nozems vorbehalten 1992 den Song unter Strom zu setzen. Und wenn der Song in einer rocktypischen Feedbackorgie endet, schält sich langsam….

…wieder der beste Radiohead-Song aller Zeiten aus dem Nebel und wir werden belohnt für all die Zeit des Harrens mit den letzten sieben Minuten von „Echoes“. Hach. Da schwingt ein kleines Maß an sonntäglichem Fernweh mit.

that’s it, Folks!

15.05.2016 – Was war das nochmal mit „OK Computer“?

Vor vielen, vielen Jahren schrieb ich bereits ein handvoll Zeilen (hier der Link für starke Nerven… Ihr müßt ein bisserl runterscrollen) über diese sogenannte beste Platte aller Zeiten hier: RateYourMusic, Stand 15.05.2016

Damals nannte ich das Album „die Arno-Schmitt-Platte 1997“. Stehe ich auch heute noch zu. Die größte Frage, die ich damit wohl aufwerfe ist: „Wer oder was ist Arno Schmitt?“ Eure Schuld, wenn ihr es nicht wißt! Bildet Euch, bei Zeus!

Wer sich einmal Zeit seines Lebens mit entweder „Schwarze Spiegel“ oder „Abend mit Goldrand“ auseinandergesetzt hat, oder mit einem der anderen literarischen Höhepunkte des Herrn Schmitt, der weiß, der Mann hatte eine ziemlich unverdeckte Wut, meist auf seine direkte Gegenwart. In „Schwarze Spiegel“ begegnet der Leser einem Protagonisten, der alleine durch ein kriegsatomar verwüstetes Norddeutschland wandert. Er trifft irgendwann auf eine ebenfalls überlebende Frau. Dieses Aufeinandertreffen ist nebensächlich, die beiden gehen bald wieder ihre eigenen Wege. Die Kunst Schmitts in dieser Erzählung liegt daran, das totale, überwältigende Fehlen von jeglicher Handlung durch seine Sprachgewalt vom Tisch zu fegen, mit welcher er das in Worte webt, was sein Protagonist sieht, und was das Gesehene an Geschichte zeigt. Kaum eine andere Erzählung ist tieferer Menschenhass, der zweifelsohne noch durch die Zeitgeschichte Deutschlands von 1933 bis 1945, und die Ausläufer eines teilweise widerwärtigen, konservativen Denken bis weit in die 1950er geprägt ist.

Was hat dies mit Radiohead zu tun? Nun, es hilft nichts, daß bezüglich ihres Albums „ok computer“ gerne von der Musik geredet/geschrieben wird. Ahnungsloses Gestocher. Damals schrieb der deutsche Rolling Stone davon, daß diese Platte das „dark side of the moon“ der 1990 sei. Vielleicht. Die Wirkung eines Stückes, wie „us and them“ ist durchaus generationsübergreifend, und damit die Deutung des Rolling Stone widerlegt. Und so wird auch „lucky“ noch in jahrzehnten empathische Menschen ergreifen. Und es wird natürlich an der hochgetürmten Musik liegen, an den mellotronartigen Keyboardsounds, doch ich erzähle Euch Lesern nun genau, woher die kalte Hand kommt, die Euch ans Herz greift, und es nicht Schlagzeug, Bass, Gitarre, Tasten… nein, auch nicht der Gesang an sich. Klar, daß das Zusammenspiel dieser Elemente den Song trägt, doch es ist dieser kleine Moment, bevor Thom Yorke sich in den ersten Refrain geschwungen hat, zum ersten Mal die Worte „pull me out of the aircrash“ gesungen hat… da kommt dieser Moment, in welchem er etwas tiefer Luft holt, leicht nasal, und „pull me out of the lake“ hinterherruft (1:16). Und wenn Ihr ehrlich seit, so besitzt auch dieses Stück einen gefühlten Untertitel, der „Schwarze Spiegel“ heißt (ohne den Arno-Schmitt-Plot), alleine durch die Undurchdringlichkeit, die Radiohead hier in der Reflexion dieses Stückes dem Hörer anbieten. Hier gibt es keine Gefühle, die wir mitnehmen in unser Leben, weil da jemand ein Lied schreibt, daß uns in unserer Existenz weiterhilft. Oder das uns irgendwie bestätigt. Selbst „exit music (for a film)“, das letztlich von einer Romanze zu erzählen scheint und auch mit der damaligen Verfilmung von „Romeo and Juliet“ in Verbindung stand, ist ein schwarzer Monolith, welcher uns Rezipienten genauso harsch und ohne Erklärung vor die Tür setzt, wie das die Monolithen in „2001 – Odyssee im Weltall“ mit den armen Forschern taten. Radiohead senden uns nicht zum Jupiter, nein, sie sagen: „Geht kotzen und erstickt“. Das ist Punk, oder? Hätte ein etwas besser reflektierender John „Sid V.“ Richie auch gesagt und dementsprechend musiziert. Aber Radiohead sind keine Prolo-Punks mit zuviel Substanz in den Adern, sondern im Hirn. Und vermutlich auch zuviele Tritte ins Gesicht zur Schulzeit, wenn wir uns die Visagen der Herren so ansehen. Der Fuzzbass am Ende von „exit music“ ist wohl einer der verwegensten seit John Cale in „white light/white heat“ der Zunft der Viersaiter seine Definition eines irren Basslaufes aus der Hüfte entgegenschoß. Der Mann spielte ja lieber auch andere Instrumente.

Was preisen wir dann auch „no surprises“? Eine Aufforderung zum Amoklauf, vielleicht, mit unbedingter Selbsttötung am Ende? Ein Lied, das wie ein Kinderlied klingt. Einfach, harmonisch einwandfrei, und doch definitiv tötlich. Wird der Hörer hineingelassen? Will er da rein? Am schlimmsten ist, daß heute, neunzehn Jahre später, dieses Stück keine Sekunde langweilt, trotz oftmaligen Hörens. Was auch für die anderen Couplets gilt. Okay, „fitter happier“ ist vielleicht doch etwas plan gedacht und ausgedrückt, doch ist es ein klarer Teil des Konzepts, dem Radiohead hier folgen. Also doch, „dark side of the moon“? Nein, denn Pink Floyd waren auf ihre Art und Weise gesellschaftskritisch, und hatten vor Finger in Wunden zu legen, und genau dem verweigern sich Radiohead. Sie müßten eine Gesellschaft anerkennen, die sie kritisieren würden. Und genau hier ist der Unterschied. Radiohead tauchen in „karma police“ auf der Partie der jungen Frau mit der Hilterfrisur auf und sorgen für Unruhe. So ist auch der Sinn dieser ganzen Platte. „OK Computer“ ist nicht nur ein Party- sondern ein Lifecrasher. Ein vertonter Amoklauf, dessen Ziel nicht die Leben, sondern die Sicherheit dessen ist, was die Hörer bis zu dem Zeitpunkt seines Lebens als Realität ansehen mochte.

Ich verstehe von daher den andauernden Erfolg der Platte nicht. Da bin ich ehrlich. Ich vermutete bis dato, daß es auf diesem Planeten so viele ihrer selbst sicheren Menschen gäbe, die irgendwann sagte: „Liebe Radioheads, jetz‘ is‘ mal gut, nich‘.“ Oder sind da vielleicht zu viele Erinnerungen an z.B. Collegesex zu „the tourist“? Ich empfehle lieber „kind of blue“, bessere Tempogestaltung über die volle Länge der LP. Oder ist da doch vielleicht eine größere Menge an Menschen, die sich gerne der subtilen Beleidungsorgie anschließen, die sich in diesen Tönen versteckt? Oder zuviele, die auch „chickens“ in ihren Köpfen gackern hören? Die sich entsprechend als paranoide Androiden sehen? Nicht von der Hand zu weisen, einer schreibt hier gerade 😉

In jedem Falle gelang dieser Band hier der gerade Weg von „thought to expression“, für den es laut Lou Reed „a lifetime“ braucht. „Pablo Honey“ ist langweilig und schlecht geklaut (bis auf den einen Hit). „The Bends“ ist in den lauten Songs grausig, die Balladen weisen schon einen Weg. „Kid A“ hat einige gute Verbeugungen vor dem Vorgänger, der Rest ist zu bemüht, andere Geschichten zu erzählen. „Amnesiac“ hinterläßt an manchen Stellen weniger Kopfkratzen, als Wutschreie, ob der miesen Songqualitäten. „Hail to the Thief“ ist noch ein Versuch, der ein Versuch bleibt. Keine Ahnung, was danach kam. Meine Geduld war zu Ende, und eines wußte ich: „OK Computer“ gibt es schon.

Es gibt bessere Platten, aus meiner Sicht. Eine wäre „Metal Box“ von P.I.L., die eine noch härtere Art des Weltekels bietet. Und ebenfalls von Bassläufen lebt.

Aber sind wir doch froh, das es diese Künstler gibt. Thom Yorke und seine Jungs. John Lydon, Keith Levene, Jah Wobble und der ein oder andere Drummer.

Q-Tips #2 (heyhey, Mixcloud, hey)

Die ersten Momente gehören dem etablierten Intro der Q-Tips-Reihe, die schon vor etlichen Jahren auf Radiowellen begann: Laikas „spider happy hour“.

Es folgen die in San Francisco beheimateten Longshoremen, die mit einem schönen Beatgedicht zu – sind das Küchengeräte? – und Fingerschnippsen einhergrooven. „what does it all mean“ heißt das Stück und im Song: „television personality’s out“. Zu finden ist dieses feine Stück auf dem Sampler „Club Foot“ aus dem Jahr 1981. Vor einigen Monaten neu aufgelegt.

„Dig it“, heißt es noch, dann starten Tuxedomoon mit „music for piano + guitar“, das 1986 auf „ship of fools“ veröffentlicht wurde. Ein erstes, beinahe leises Balsam für Seelen.

Coil veröffentlichten 1991 ihr Album „love’s secret domain“, und ein Jahr später liessen sie eine Platte mit dem Titel „stolen and contaminated songs“ folgen, auf welchem sich etliche Urversionen der „l…s…d“-Songs fanden. Unter anderem „original chaostrophy“, das in aller digitalen Heimeligkeit hier nun sein Wesen daherschleifen lassen darf.

Es folgt ein Stück, das wohl zu den mysteriösesten Veröffentlichungen zählt. Die Platte trägt den Titel „Lingva Pravorvm Peribit“ und ist um 2001 durch das belgische Label Firstcask veröffentlicht. Die Aufnahmen stammen aus dem lettristischen Umfeld, heißt es. Die Titel selbst bleiben unbenannt. Im Run-Out-Groove der Seite C, auf welcher das gespielte Stück erscheint, steht Videoconference. Klingt doch gut, oder? In jedem Fall ein sonderbares, hölzern groovendes Stück mit fürstlichen Melodien, wie ein Erschießungskommando. (Link zu weiterführender Information zu dieser Schallplatte)

Da paßt der Nachruf auf die letzte Nacht der RAF’s Ensslin, Raspe und – bäh – Baader, den Permanent Confusion mit dem Titel „18. Oktober“ präsentieren. Wackelig, nervös und beunruhigt schleicht dieses Stück dahin, um sich in beschwörendem Flüstern aufzulösen.

Mit Rip, Rig & Panic folgt eine leider sehr in Vergessenheit geratene Combo, die den wunderbarsten Songtitel hat: „beware (our leaders love the smell of napalm). Erschienen 1980 auf „god“. Auf dem Cover kratzt sich ein Tier am Hintern. Das jazzige Klavier im Titel unterstreicht die Würde jedes Agnostikers, danke!

Die Kinks haben ihn erfunden oder eher seinen Namen im kontinentalen Bereich bekannt gemacht. Jetzt darf hier der Ex-S.Y.P.H.-Sänger Harry Rag bei „russian puppet“ auch Klavier spielen, nicht jazzig, aber punktiert und langsam, aber nicht sentimental. Nee, nee! Erschienen 1992 auf „Trauerbauer“.

Und zack, tauchen schwebende Gitarren auf, gespielt von M.A.L., zu finden auf „insane music for insane people, vol. 1“, 1981. Und „insects in love“ heißt das süße Liedlein, das klingt, wie ein feuchter Fiebertraum jedes Pink-Floyd-Fanatikers.

Von Pink Floyd zu Simon & Garfunkel scheint im Overground des Mainstreams ein kurzer Schritt, doch obacht! Die beiden komischen New Yorker Käuze konnten auch nicht konsensselig, wie ihre brückenlastigen Hits nahelegen mögen. Hier hatte Paul mal in der U-Bahn die Augen auf, und schrieb dann „a poem on the underground wall“, 1966 auf „parsley, sage, rosemary and thyme“ veröffentlicht.

Auf der B-Seite der weltbekannten Ronettes-Single „be my baby“ versteckte 1964 der berüchtigte Produzent Phil Spector ein jazzig-loungiges Instrumental mit dem Titel „Tedesco and Pitman“. Was ist hier wirklich der größere Hit?

Und nun zur hier ätherisch klingenden Brigitte Fontaine mit einem Stück aus der vorzüglichen Zusammenarbeit mit dem Art Ensemble of Chicago, „comme à la radio“, das 1969 aufgenommen wurde.

Und plötzlich hält der unglaubliche Groove Einzug! Duke Ellington nahm 1963 mit Charles Mingus und Max Roach die hervorragende Scheibe „money jungle“ auf. Dort findet Ihr alle diesen Knaller, „caravan“! Ja, ich weiß, ist ein Ellington-Klassiker.

Und es wird wieder anschmiegsam mit Bill Rieflin und Chris Connelly, die uns „prayer“ aus dem Album „largo“ spielen, das 2000 veröffentlicht wurde. Vom munteren Klavier zum betulichen.

Und weiter zur kratzigen Gitarre von DNA! Da kann frau mal richtigen No-Wave hören mit Arto Lindsay. Der Song war die A-Seite der 1979er Single „you & you“

Ja, aber da wird die Gitarre doch wieder folky und akustisch! Und die Band heißt „Let’s have healthy Children“. Schon wieder aus der Reihe „Insane Music for Insane People“, diesmal Volumen #5. Das spricht mich doch total an. „fear no more“ ist der Titel. Sollte aber auch jeder so raushören können.

Lange kein Klavier mehr hier gehört. Auf zu Colourbox und aus ihrer ersten self-titled-85er Platte perlt „sleepwalker“. Oder taumelt. Schleicht.

Das Todesklavier könnte er spielen, doch läßt Karl Biscuit in „requiem“ lieber ein Todesrauschen oder -schwelgen erklingen. Zu finden auf dem schön becoverten „regrets eternels“ von 1984. So gehen Dandys dahin.

Und gar keine Dandys waren die Mothers of Invention, und so bekommen wir nun die klare Aussage über das schönere Sterben der Creeps. Pow Pow Pow! Oder Lagerhaltung der Freaks. Frank Zappa wußte schon immer, wie unsubtil und doch mehrdeutig und zeitlos gegen alles Krawall gemacht werden konnte. „concentration moon“ findet sich auf „we’re only in it for the money“ von 1969.

Schöner Schwelgen im Schmerz, das kann kaum einer, wie Scott Walker. Scott as in Scott only knows. Dieses Stück, „I threw it all away“ (Original Bob Dylan) nahm er 1996 für den Soundtrack zu „to have and to hold“ auf, der ansonsten von der Echte-Männer-Crew Cave, Harvey, Bargeld mit viel, viel Geigenschmelz erzeugt wurde. Damals hatte Scott schon „Tilt!“ gerufen und war noch einmal zurückgekehrt.

Und ganz plötzlich ist dann Schluß. That’s it, Folks!