15.05.2016 – Was war das nochmal mit „OK Computer“?

Vor vielen, vielen Jahren schrieb ich bereits ein handvoll Zeilen (hier der Link für starke Nerven… Ihr müßt ein bisserl runterscrollen) über diese sogenannte beste Platte aller Zeiten hier: RateYourMusic, Stand 15.05.2016

Damals nannte ich das Album „die Arno-Schmitt-Platte 1997“. Stehe ich auch heute noch zu. Die größte Frage, die ich damit wohl aufwerfe ist: „Wer oder was ist Arno Schmitt?“ Eure Schuld, wenn ihr es nicht wißt! Bildet Euch, bei Zeus!

Wer sich einmal Zeit seines Lebens mit entweder „Schwarze Spiegel“ oder „Abend mit Goldrand“ auseinandergesetzt hat, oder mit einem der anderen literarischen Höhepunkte des Herrn Schmitt, der weiß, der Mann hatte eine ziemlich unverdeckte Wut, meist auf seine direkte Gegenwart. In „Schwarze Spiegel“ begegnet der Leser einem Protagonisten, der alleine durch ein kriegsatomar verwüstetes Norddeutschland wandert. Er trifft irgendwann auf eine ebenfalls überlebende Frau. Dieses Aufeinandertreffen ist nebensächlich, die beiden gehen bald wieder ihre eigenen Wege. Die Kunst Schmitts in dieser Erzählung liegt daran, das totale, überwältigende Fehlen von jeglicher Handlung durch seine Sprachgewalt vom Tisch zu fegen, mit welcher er das in Worte webt, was sein Protagonist sieht, und was das Gesehene an Geschichte zeigt. Kaum eine andere Erzählung ist tieferer Menschenhass, der zweifelsohne noch durch die Zeitgeschichte Deutschlands von 1933 bis 1945, und die Ausläufer eines teilweise widerwärtigen, konservativen Denken bis weit in die 1950er geprägt ist.

Was hat dies mit Radiohead zu tun? Nun, es hilft nichts, daß bezüglich ihres Albums „ok computer“ gerne von der Musik geredet/geschrieben wird. Ahnungsloses Gestocher. Damals schrieb der deutsche Rolling Stone davon, daß diese Platte das „dark side of the moon“ der 1990 sei. Vielleicht. Die Wirkung eines Stückes, wie „us and them“ ist durchaus generationsübergreifend, und damit die Deutung des Rolling Stone widerlegt. Und so wird auch „lucky“ noch in jahrzehnten empathische Menschen ergreifen. Und es wird natürlich an der hochgetürmten Musik liegen, an den mellotronartigen Keyboardsounds, doch ich erzähle Euch Lesern nun genau, woher die kalte Hand kommt, die Euch ans Herz greift, und es nicht Schlagzeug, Bass, Gitarre, Tasten… nein, auch nicht der Gesang an sich. Klar, daß das Zusammenspiel dieser Elemente den Song trägt, doch es ist dieser kleine Moment, bevor Thom Yorke sich in den ersten Refrain geschwungen hat, zum ersten Mal die Worte „pull me out of the aircrash“ gesungen hat… da kommt dieser Moment, in welchem er etwas tiefer Luft holt, leicht nasal, und „pull me out of the lake“ hinterherruft (1:16). Und wenn Ihr ehrlich seit, so besitzt auch dieses Stück einen gefühlten Untertitel, der „Schwarze Spiegel“ heißt (ohne den Arno-Schmitt-Plot), alleine durch die Undurchdringlichkeit, die Radiohead hier in der Reflexion dieses Stückes dem Hörer anbieten. Hier gibt es keine Gefühle, die wir mitnehmen in unser Leben, weil da jemand ein Lied schreibt, daß uns in unserer Existenz weiterhilft. Oder das uns irgendwie bestätigt. Selbst „exit music (for a film)“, das letztlich von einer Romanze zu erzählen scheint und auch mit der damaligen Verfilmung von „Romeo and Juliet“ in Verbindung stand, ist ein schwarzer Monolith, welcher uns Rezipienten genauso harsch und ohne Erklärung vor die Tür setzt, wie das die Monolithen in „2001 – Odyssee im Weltall“ mit den armen Forschern taten. Radiohead senden uns nicht zum Jupiter, nein, sie sagen: „Geht kotzen und erstickt“. Das ist Punk, oder? Hätte ein etwas besser reflektierender John „Sid V.“ Richie auch gesagt und dementsprechend musiziert. Aber Radiohead sind keine Prolo-Punks mit zuviel Substanz in den Adern, sondern im Hirn. Und vermutlich auch zuviele Tritte ins Gesicht zur Schulzeit, wenn wir uns die Visagen der Herren so ansehen. Der Fuzzbass am Ende von „exit music“ ist wohl einer der verwegensten seit John Cale in „white light/white heat“ der Zunft der Viersaiter seine Definition eines irren Basslaufes aus der Hüfte entgegenschoß. Der Mann spielte ja lieber auch andere Instrumente.

Was preisen wir dann auch „no surprises“? Eine Aufforderung zum Amoklauf, vielleicht, mit unbedingter Selbsttötung am Ende? Ein Lied, das wie ein Kinderlied klingt. Einfach, harmonisch einwandfrei, und doch definitiv tötlich. Wird der Hörer hineingelassen? Will er da rein? Am schlimmsten ist, daß heute, neunzehn Jahre später, dieses Stück keine Sekunde langweilt, trotz oftmaligen Hörens. Was auch für die anderen Couplets gilt. Okay, „fitter happier“ ist vielleicht doch etwas plan gedacht und ausgedrückt, doch ist es ein klarer Teil des Konzepts, dem Radiohead hier folgen. Also doch, „dark side of the moon“? Nein, denn Pink Floyd waren auf ihre Art und Weise gesellschaftskritisch, und hatten vor Finger in Wunden zu legen, und genau dem verweigern sich Radiohead. Sie müßten eine Gesellschaft anerkennen, die sie kritisieren würden. Und genau hier ist der Unterschied. Radiohead tauchen in „karma police“ auf der Partie der jungen Frau mit der Hilterfrisur auf und sorgen für Unruhe. So ist auch der Sinn dieser ganzen Platte. „OK Computer“ ist nicht nur ein Party- sondern ein Lifecrasher. Ein vertonter Amoklauf, dessen Ziel nicht die Leben, sondern die Sicherheit dessen ist, was die Hörer bis zu dem Zeitpunkt seines Lebens als Realität ansehen mochte.

Ich verstehe von daher den andauernden Erfolg der Platte nicht. Da bin ich ehrlich. Ich vermutete bis dato, daß es auf diesem Planeten so viele ihrer selbst sicheren Menschen gäbe, die irgendwann sagte: „Liebe Radioheads, jetz‘ is‘ mal gut, nich‘.“ Oder sind da vielleicht zu viele Erinnerungen an z.B. Collegesex zu „the tourist“? Ich empfehle lieber „kind of blue“, bessere Tempogestaltung über die volle Länge der LP. Oder ist da doch vielleicht eine größere Menge an Menschen, die sich gerne der subtilen Beleidungsorgie anschließen, die sich in diesen Tönen versteckt? Oder zuviele, die auch „chickens“ in ihren Köpfen gackern hören? Die sich entsprechend als paranoide Androiden sehen? Nicht von der Hand zu weisen, einer schreibt hier gerade 😉

In jedem Falle gelang dieser Band hier der gerade Weg von „thought to expression“, für den es laut Lou Reed „a lifetime“ braucht. „Pablo Honey“ ist langweilig und schlecht geklaut (bis auf den einen Hit). „The Bends“ ist in den lauten Songs grausig, die Balladen weisen schon einen Weg. „Kid A“ hat einige gute Verbeugungen vor dem Vorgänger, der Rest ist zu bemüht, andere Geschichten zu erzählen. „Amnesiac“ hinterläßt an manchen Stellen weniger Kopfkratzen, als Wutschreie, ob der miesen Songqualitäten. „Hail to the Thief“ ist noch ein Versuch, der ein Versuch bleibt. Keine Ahnung, was danach kam. Meine Geduld war zu Ende, und eines wußte ich: „OK Computer“ gibt es schon.

Es gibt bessere Platten, aus meiner Sicht. Eine wäre „Metal Box“ von P.I.L., die eine noch härtere Art des Weltekels bietet. Und ebenfalls von Bassläufen lebt.

Aber sind wir doch froh, das es diese Künstler gibt. Thom Yorke und seine Jungs. John Lydon, Keith Levene, Jah Wobble und der ein oder andere Drummer.

03. Juli 2015

Oha, wie gerne erinnere ich mich an den späten Winter 2005. Damals war es knackig kalt, und ich befand mich in Trier zu Dreharbeiten, welche die Krönung meiner bisherigen darstellerischen Tätigkeit wurde. So niedrig sind die Maßstäbe der kleinen Amateurschauspieler, hehehe. Und ich war sicherlich der Amateurhafteste unter ihnen. Der Kostümbeauftragte schimpfte mit mir, wenn auch zärtlich, doch war er sichtlich erbost, daß er nicht etwas mehr Zeit zur Verfügung gehabt habe, ein wirklich passendes Kostüm zu beschaffen, schließlich solle ich doch als Papst auftreten, nicht als Bischof. Er hätte es mir gegenüber nicht zu erwähnen brauchen, denn als religiöser Mega-Ignorant wäre mir niemals der Unterschied aufgefallen. Ja, Sie haben richtig gelesen! HI Hansen, Filmstar, hat den Papst gespielt. Und das in Trier, auf dem recht großen, sogenannten Domfreihof. Und gab es einen Wohnwagen, im welchem ich mich hätte ankleiden können, in dieser für den Ort doch recht freveligen Kleidung, denn in Trier gibt es einen hauptamtlichen Bischof, dem ich Amateurschauspieler nun Konkurrenz machte. Dazu war ich jünger und überraschenderweise auch schlanker und mit mehr Haupthaar ausgestattet. Ein Bild von einem Bischof, so die Kleidung, der sich als Papst ausgab. Vor einigen hundert Jahren hätten etliche Trierer Bürger nach nur einem Blick mit dem Holzsammeln begonnen, um einen bischöflich ehrwürdigen Scheiterhaufen zu errichten. Und sie hätten gesagt: „Egal, ob Bischof oder Papst oder stattlich und gut gewachsen, der Schauspieler wird sicher gut brennen. Kann noch einen schnell nach Luxemburg Sprit holen gehen?“ Unweit des Trierer Domes, in welchem sich dieses ganze Geschehen abspielte, gibt es eine kleine Gasse mit dem Namen „Sieh-um-Dich“. Mehr will ich dazu gar nicht sagen. Es gab keinen Wohnwagen, wie man sie ansonsten von anderen Low-Budget-Produktionen kennt, nein, ich legte mein Gewand in der örtlichen Dom-Informationsstelle an. Dort gibt es eine Toilette. Herein als stattlicher, bischöflich gesehen schlanker Zeitgenosse, heraus als Papst im Bischofsgewand. Sie können sich denken, daß – trotz meiner vorherigen Kontaktaufnahme, ob mein Tun genehm sei – die Blicke der vermutlich erzkatholisch gesinnten Angestellten Gefühle in mir weckten, von denen ich bis heute nicht weiß, ob sie nicht doch vielleicht Ursache für den ein oder anderen Alptraum waren. Immerhin wollte man in Trier kaum mehr als fünfzig Jahre zuvor den großen Arno Schmitt wegen Pornographie in seiner Erzählung Seelandschaft mit Pocahontas belangen, worauf er kurzerhand nach Darmstadt umzog, da dort weniger verbissen mit Gott geurteilt wurde. Die Anklage wurde abgewiesen. Und wer bin ich schon gegenüber dem großen Arno Schmitt! Was mich beruhigte, war das Wissen, daß die nächstgelegenen Bäume eine ziemliche Fußstrecke entfernt waren. Und so konnte ich endlich im vollen Ornat in die Öffentlichkeit treten und Ausschau halten nach dem Drehteam. Wie ich möglicherweise schon angedeutet hatte, handelte es sich um eine partielle No-Budget-Produktion. Teuer war höchstens das Fahrzeug, in welches ich einsteigen sollte. Ich bin mir da nicht mehr ganz sicher, doch vermute ich, daß es sich um einen Porsche gehandelt hat. Ja, wenn ich tiefer steige, erinnere ich mich daran, daß ich in diesen Klamotten ganz schöne Probleme hatte, mich so tief hinab zu bewegen, ohne eine vermutete päpstliche Eleganz völlig aufzugeben. Auf jeden Fall habe ich damals nicht gefroren. Und war eigentlich relativ erleichtert, als mein Part im Kasten war. Ja, was war mein Part? In Ornat in ein Auto einsteigen? Ja. Das war es. Und dabei versuchsweise einen Hauch an Würde aufrecht erhalten. Leider mußte ich vor einigen Monaten feststellen, daß keiner der Menschen, die damals an diesem Produkt beteiligt waren, noch eine Kopie besitzen. Ein nachträglicher Fluch mag darauf gelegen haben. Wie gerne würde ich diese Klamotte, ohne die Rechte zu besitzen, auf YouTube veröffentlichen, alleine, um eventuell als neuer Dieter Hallervorden zu reüssieren. Hinter dem Verschwinden aller Kopien kann nur Bono stecken. Ja, der Sänger von U2. Ich wollte diese Band heute beschimpfen, das sei hiermit erledigt.

Der Ruf nach Veränderung…. hüstel

Liebe Welt,

wie schon Heinz Erhardt einst zu sagen pflegte: Einen habe ich noch. So gebe ich noch ein Gedichtlein preis, das auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel trägt. Es gibt einen Hinweis auf das Alter. Und wer die angesprochene, prominente Figur errät, der gewinnt Aufmerksamkeit. Wie schon im Falle der „20 goldenen Probleme“ ist der Tonfall recht rüde, gar ruppig. So mag ich es aber auch. Ist der Autor doch damals in die Arno-Schmitt-Schule gegangen, ein lustiges Liedchen pfeifend.

werden uns alle ändern müssen Wir…

Pack den elenden Zimmermann den Lügner den Geschichtenerzähler den Sandmann

Sagt: die Zeiten ändern sich die Zeiten ändern sich ändern sich die Zeiten nicht werden uns alle ändern müssen wir…

Lüge : Bobby! Lüge Bobby was vor Lüge – Bobby Liebe Ich: Liebe: Dich: und mach Dir nichts vor Bobby Energieverschwender Luftverschwender Lüge Bobby Was vor Lüge Bobby Wird sich ändern müssen Bobby Ja Bobby JaJaJa

SAG DIE ZEITEN ÄNDERN SICH NICHT NIE NIEMALS NIE ÄNDERN SICH DIE ZEITEN JEMALS ÄNDERN SICH DIE ZEITEN NIE WERDEN UNS ALLE ÄNDERN MÜSSEN WIR…

WIR BOBBY wir bobby wir auf der andern seit von bobby betrüger werden dir alle die nase langziehen müssen wir…elender zimmermann gerichtsvollstrecker generationsvollstrecker wirst uns alle müssen du elender liebt dich dein herz wird sich verhärmen bei anblick deiner energieverschwendung durch atemluftbeschaffung wirst du einstellen müssen bald

pack den elenden zimmermann dich hinfort zu den Packern in Gemeinschaft von elenden Schwindlern, edlen Schwindlern Schwindsüchtige erzählen von an den Händen packen, Händen abhacken,

SAG SAG SAG DIE ZEITEN ÄNDERN SICH NICHT WERDEN UNS ALLE ÄNDERN MÜSSEN WIR

Ich glaube an den Zweifel

Ich glaube an das Nicht-Wissen-Können

Ich glaube an den Kosmos

Ich glaube an das Nicht-Müssen

Ich glaube an sechs Milliarden Einzelzellen

Ich glaube an mehr als die Wiederholung, die Wiederholung, die Wiederholung

Werden uns alle ändern müssen wir werden die Zeiten nicht ändern können/müssen/wollen/werden

20 golden problems

Liebe Welt,

vielleicht hast Du manchmal das Gefühl, daß ich nicht mit einem einfachen Stift schreibe, sondern mit einem Messer in der Hand, einem Messer zwischen den Zähnen und einem Messer im Rücken meines Nächsten.

Das ist nicht ganz richtig.

Ich benutze eine Tastatur seit einiger Zeit.

Früher benutzte ich das oben genannte Repertoir und leitete ein Seminar mit dem Titel „Hasspredigen leicht gemacht“.

Wie sich das las?

So:

„Golden Problems“

Fragmentarischer, bewußtloser und bitte etwas ereignisloser, ahnungsloser

Nicht so verschmitzt und technikbewußt, ich höre keine Haken, keine Verzerrung

Alles zu Clean hier in der Tonfabrik, lauter Strukturen – aber nichts funktioniert

Klingt wie Marschieren der Tomatenarmee gegen die Messerköpfe

Mehr Bass, weniger Musik, Gitarrenfrei

Greifen wir doch mal lieber wieder in die Geschichtskiste, was haben wir?

Die 80’er, cool, das zieht dem Volk die Moneten nur büschelweise aus dem (Hintern)

Nebenher kann ich auch mal von meinem Leid erzählen, endlich hört man mir zu

20 goldene Probleme – ein Konzept

Erzähle Du jetzt nicht von einer Auswahl Bahnhöfe, die Deinem Leben Tritte versetzt haben

Dadurch daß du den nuschelnden Bahnhofsprecher nicht und seine Ehefrau erst recht nie und nicht und niemals verstanden hast

Erzähl mir nichts von Anglizismen, die Dir den Kopf verdrehen

Laß mich, laß mich – geh zu den Priestern, um ihnen vorzuheulen, oder nimm dir

Die Gitarre und laß eine Serenade der Pickelcremes erklingen

Du denkst Du bist der Erste, dreh dich mal um in der Warteschlange zur medialen Freischaltung

Da steht die Stammkundschaft seit 1989 oder ’77 oder ’68 oder ’45, ’57,’14-18, dreckiges Grinsen und keine Ahnung und für mich kein Reim mehr auf irgendetwas setz dich in die Bahnhofsmission und laß mich endlich oder

Hau lieber ein Bild, Wortprolet, hau lieber jemandem die Rübe ab

20 goldene Probleme – ein Konzept

He da, Blickfang,

hey Blickfang, komm her und erklär mir mal, warum Du diese Verkleidung aufgelegt hast

Dir steht der Manierismus bis in den letzten Augenwinkel eingraviert geschrieben

Du fängst wie gedruckt, hey Blickfang, Zicklein

Nimm Dir Zeit und den Glauben und eine Prise verlorener Hoffnungssucht deine Verkleidung abzunehmen,

Schicht um Schicht wirst Du Dir näherkommen,

Schicht um Schicht verlierst Du die Lust und das Glänzende und die Magersucht just around the corner

Hey Blickfang, Staubfang, Madenfang, bald schon entsorgt

20 goldene Probleme – ein Konzept

Da stehst Du wieder nutzlos in der Straße und dieser Bus fährt auf Dich zu

Geh ihm einmal nicht aus dem Weg, laß ihn ausweichen, zeig dich einmal hart, denn

Wenn Du es tust, haben sie Dich erwischt

Und endlich bist Du genauso schwach wie ich:

Nicht fähig ein „Nein“ über die Lippen zu bringen

und alle werden anrücken, um Deine Unterschrift unter Papiere zu zwingen

Allen voran die Sektenvereine im Namen des wahren Herrn aller ausgehenden Millenien und

Apokalypsen, die Dir mit Pfählen drohen werden und die Fäustchen in die Höhe recken, damit Du unter ihren Flüchen, die die Hölle um die Ecke herum für Dich, speziell für Dich aufbauen werden,

„Herzlichen Glückwunsch, Herzlichen Kater“ für die Jahre zum Zusammenbruch

20 goldene Probleme – ein Konzept

Dann dreh ich das Radio an – und frage mich

Dann nehm ich das Telefon ab – und frage dich

Dann schalt ich die Glotze ein – und schallend durch die Räume:

„Deutschland, Deutschland Deine Probleme“

Und mir kommt die Galle und die Gesinnung und die Erkenntnis,

daß der erste Weg zum nächsten Planeten nicht nur der kürzeste, sondern vor allem

der Beste ist, nur weg von „America, America your Problems“, denn der Sprung in die „hiding bushes“ ist

so vergoren, wie der Rest dieser Sippschaften, die mir durch die Augen ins Hirn, Herz und meine Seele dringen, um dort die Fässer zu öffnen, die Leber zu ruinieren und ihre Machtgeilheit zu zelebrieren

Ich könnte etliche Namen nennen, doch weigert sich meine Zunge Gift zu tragen

Erkennt euch selbst: Machterhalt ist mehr als ein Problem, it’s a way of life

Und in mir schreit es weiter:

20 goldene Probleme – kein Konzept