Suicide Airlines


Waldo Jeffers hatte die Schnauze voll. Ständig mußte er lesen, daß wieder eine Person ihr Leben freiwillig beendete, ohne das ein wirtschaftlicher Mehrwert erzielt wurde. Er hatte wenig für diese Verlierer übrig. Und ganz der amerikanische Selfmade-Geschäftsmann, kam ihm die Idee seines Lebens. Wenn diese Menschen schon ein One-Way-Ticket buchten, so sollten sie es bei ihm einlösen und er würde ihnen dafür eine schöne, letzte Reise bieten.

Waldo Jeffers hatte in den vorangegangenen Jahren ein kleines Vermögen realisieren können, als er im anheizenden Immobilienmarkt Schrott für bare Münze verkaufen konnte. Er hatte frühzeitig bemerkt, daß diese Schraube nicht mehr fester gedreht werden könnte und hatte sich verändert, war nach Florida gezogen, um am Rande Orlandos, ein fast schon in Lockheart angesiedeltes Bestattungsunternehmen aufzumachen. Immerhin wimmelte es in diesem Bundesstaat nur so von Rentnern, und diese waren auf natürliche Art und Weise Jeffers Kundschaft. Er sah sich jedoch inzwischen getäuscht: Es waren immer wieder gut funktionierende enddreißiger, mittvierziger Männer, die ihm in die Kisten schlüpften. Oft mit Würgemalen am Hals. Und im Nachgang sah er Banken, Behörden, die sich die leidlichen Restvermögen einverleibten. Und er, der die Arbeit hatte, sah seine Kosten öfter als ihm lieb war, erst nach einigen Monaten gezahlt. Vorkasse wurde eine seiner Lieblingsvokabeln. Doch in Jeffers‘ Metier war dies schwierig umsetzbar. Bis zu seiner Idee.

Waldo Jeffers plante nun sein Bestattungsunternehmen in Form einer LLC mit seinen beiden Handwerksmitarbeitern weiterzuführen, um im Falle des Falles ein Fangkissen unter sich zu haben, sollte die Idee fehlschlagen. Die Eintragungen in den Registerbehörden Orlandos wurden mit leeren Mienen entgegengenommen. Selbst der Firmenname seines Reiseunternehmens „Suicide Airlines“ zog keine gehobenen Augenbrauen nach sich. Jeffers sah dies mit einer inneren Fröhlichkeit. Sein Vorhaben nahm Formen an. Einige Jahre zuvor hatte er Europa besucht, hatte sich dort über vielerlei gewundert und hatte auch manches geliebt. Dieser Sinn fuhr das Kleinteilige hatte ihn am Nachhaltigsten bewegt, im Guten, wie im Bösen. Nun wollte er am Pittoresken andocken, und diesen Aspekt für sein Geschäft ausbeuten. Auf dieser Reise hatte er in diesem Kleinstland, das zwischen Frankreich und Deutschland zerdrückt wurde, Station gemacht und erfuhr dort nebenbei von einer Brücke, die unter Selbstmödern beliebt war. Über die Menschen, die unter der Brücke lebten, war sogar ein Film gedreht worden.

„Having a great view before you die!“

„Suicide Airlines – one way ticket to your destiny!“

„Really sick of life? – go with style! Go with Suicide Airlines“

waren einige der Ideen, die er als Werbesprüche realisieren wollte. Er kannte einige Besitzer kleiner Flugzeuge, die es bis nach Europa schaffen könnten, also begann er Besuche zu machen. Jacky Yule, der alte Geizkragen, der mit 87 Jahren noch immer nicht in die Kiste wollte, war seine erste Adresse. Nach den üblichen Gemeinheiten, die sie sich an den Kopf warfen, erklärte Waldo seinen Plan. Darauf wetterte der alte Yule: „Du willst diese wankers noch um die halbe Welt fliegen, bevor sie endlich den Löffel abgeben?“

„Das kostet sie natürlich auch eine schöne Stange Geld, Jacky! Und das ist alles für uns, wenn Du mit einsteigst.“

„Und die fallen da von dieser Brücke runter? Gibt es da keine Sicherheitsmaßnahmen?“

„Oh, ich glaube, da gibt es einen Zaun, oder etwas ähnliches. Aber das ist nichts, was nicht mit Geld zu richten ist, Jacky. Vertrau mir, da bist du totsicher.“

Beide lachten. In Jackies Mund waren kaum noch Reste von Zähnen zu sehen. Dafür rann aber das Millers gut die Kehlen hinunter.

„Wie viele Schäfchen kannst Du denn aufnehmen, Jacky?“

„Ach, die brauchen es dann ja nicht so luxuriös, oder? Dann gehen zehn Leute mit uns gut rein.“

„Oh, Jacky, bis wir am Ziel sind, muß das alles gut laufen, sonst bekommen die noch kalte Füsse. Da darf nichts schief gehen.“

„Was denn? Denen ist doch klar, daß sie nie wieder kommen?“

„Ja, schon. Denke ich mal. Aber, wir wollen doch auch, daß sie ihr Ziel so ein wenig vergessen, sonst sind die schon stundenlang in der Luft nur schlecht drauf, und ich kenne dich, Jacky. Du schmeisst die dann über dem Atlantik schon raus.“

Jacky lachte lange, bis ihn ein Hustenanfall stoppte.

Waldo Jeffers hatte einen Entschluß gefaßt. Er konnte den alten Jacky gut an Bord gebrauchen, um eine gewisse Disziplin aufrecht zu erhalten. Aber sein Flugzeug wäre nur zu gebrauchen gewesen, wenn es eine echte Kleingruppe sei, die ihre Reise bei ihm buchte. Und Jacky konnte das Geld gut gebrauchen, er sah inzwischen sogar schon schlecht für sein hohes Alter aus. Vielleicht ließe sich auch irgendwo in diesem Europa was machen, dachte Waldo. Er war inzwischen schon auf dem Weg zu Billy.

Waldo Jeffers kannte Billy O’Neill bereits seit ihrer gemeinsamen Zeit in der Army. O’Neills Eltern hatten sich aus irgendwelchen schottischen Glens nach Orlando aufgemacht und der gute Billy war vom kleinen Segelflieger zum Army-Piloten zum Steuermann diverser Großraumjets gewachsen. Inzwischen machte er in Tourismus, und konnte Waldo sicherlich in manchem planerischen Aspekt große Hilfe leisten. Jacky und Billy, die hatte er sich sofort an Bord seines neuen Unternehmens gewünscht. Seit einem schweren Verkehrsunfall hinkte Billy und schien auch seither immer weiter zu schrumpfen, schien es Waldo. Er legte seinen Plan dar, Billy kratzte seinen Vollbart, schob immer wieder die Baseballcap weiter in die Stirn, und suchte letztlich zwei Flaschen Bud.

„Coole Idee, Waldo. Sehr coole Idee! Glaube zwar, daß könnte mal richtigen Ärger geben, was? Ich mein, versteh ich das richtig? Die Leute fliegen da nach Luxemburg und springen von’ner Brücke? Und vorher zahlen die richtig Kohle?“

Waldo nickte, Billy hatte das Konzept erfaßt und griffig widergegeben.

„Aber die wollen das auch so?“

„Ach Billy, ob die sich hier zu Hause einen Strick um den Hals legen und von einem kleinen Höckerchen springen oder noch einen richtig aufregenden Flug von einer Brücke fürs Geld bekommen? Der Unterschied, das ist unser Verdienst. Und klar, wir machen Verträge. Ich suche mir mindestens zwei Anwälte, die das hieb- und stichfest formulieren werden. Das ist dann totsicher, Billy!“

Waldo schlug dem Freund lachend auf die Schulter.

„Billy, ich brauch noch guten Zugriff auf ein Flugzeug. Und ich brauche das immer bedarfsgerecht. Vielleicht fliegen mal fünf Leutchen, vielleicht sind aber auch mal fuffzig unterwegs. Wir müssen das relativ gut bedienen können. Und ich weiß, Du hast die Connection.“

Billy überlegte und nickte bedächtig.

„Ich denke, über Kissimmee können wir viel abwickeln. Oder sogar noch eher über Orlando Sanford, die werden von diesen Belgiern angeflogen, soweit ich weiß. Das ist doch dann schon fast da, wo du diese Leute hinhaben willst?“

„Das klingt doch fantastisch, Billy! Ich wußte, ich kann auf dich zählen.“

Beide lachten und als sie sich noch den Codenamen „die Susies“ für ihre kommenden Kunden ausgedacht hatten, lachten sie noch lauter.

Waldo Jeffers war in den kommenden Wochen überaus geschäftig. Er nordete seine beiden Schreiner ein, ihr künftiges Zweitleben als Geschäftsleute zu würdigen. Er besuchte gar drei Anwälte, mit denen er die rechtliche Sicherheit seines neuen Unternehmens festigte und die Möglichkeiten von Werbung abklopfte. Seine ursprüngliche Sprüchesammlung wurde dreimal als zu offensiv abgeschmettert. Waldo war ein wenig erstaunt, sah er darin doch eine hilfreiche Transparenz für die „Susies“, die dann genau wüßten, das er ihnen helfen würde.

Waldo Jeffers fand mit Hilfe eines seiner Schreinergesellen, Doug, schnell eine fähige, aber aufsehenerregend graugesichtige Webseiten-Designerin, die neben den Informationsseiten eine sanfte und gut strukturierte Buchungsmaske schuf. Doug flüsterte Waldo zu, sie werde sicher auch mal eine Kundin. Waldo verunsicherte diese Bemerkung für einige Momente, darauf wartete er nur noch auf ihre Frage nach Rabatt. Die Arbeit dauerte an, das Datenvolumen der Seite wuchs, die Maske machte sich, Waldo konnte die Spannung nicht mehr aushalten: „Finden Sie unsere Geschäftsidee nicht auch grandios? Die beste Exit-Strategie aller Zeiten, und mit tollem Panorama.“ Die Frau blickte ihn ausdruckslos an, und wandte sich wieder ihrer Arbeit zu. Doug hatte dieser Szenerie an seinen Fingern kauend zugesehen. Waldo drehte seine letzten, langen Nackenhaare um seine Finger.

„Sie können auch gerne einen Nachlass haben.“

Nun traf ihn ein Blick voller Kälte, wie ein Sturz von einer roten Brücke, dann arbeitete die Designerin weiter, als habe nie jemand gesprochen.

Waldo Jeffers mußte nur zwei Wochen warten, nachdem die Webseite suicide-airlines.com startete, bis er die ersten elf Buchungen hatte. Jeffers hatte die ersten Buchungen für – nach seinem Ermessen – lausige 600 Dollar ausgelobt. Das dies ein Fehler war, wurde ihm erst bewußt, als ihm klar wurde, daß keiner seiner Kunden eine Fünf-Sterne-Bewertung hinterlassen würde, die folgend steigende Preise rechtfertigen würden. Im nächsten Moment wischte er diese Sorge beseite, denn das Gegenteil würde auch nicht der Fall sein, und letztlich mußte immer das Geschäftsmodell für den Kunden griffig und zusagend sein. Für diese erste Reise mußte Waldo Jeffers dennoch eine Hand voller Dollars drauflegen. Der kleinere Flieger, den Billy noch organisieren konnte, half noch das Minus zu beschränken, und es würde die ersten Susies nicht wirklich bedrücken, daß sie ab Kissimmee Airport fliegen würden. Die Mails waren automatisch versendet. Der alte Jacky war beordert, die dann doch falsch in Orlando Sanford Gestrandeten zum korrekten Flugplatz zu schaffen. Für diese Arbeiten gab es keinen Besseren, als den gutmütig gealterten Jacky, der auch einfach froh war, noch irgendwo gebraucht zu werden. Für die Fahrt hatte Doug einen umgebauten Kleintransporter organisiert. Gerade 200 Dollar hatte die Investition veranschlagt, die Doug mit den Worten: „Wenn die Kiste auseinanderbricht, kommt keiner zu Schaden, der es nicht wollte.“ kommentierte, wofür ihn Waldo heftig schalt, da schließlich ihr Freund Jacky am Steuer sitzen würde. Doug murmelte nur: „Ach, der ist auch längst überfällig. Stoß ihn doch auch von der Brücke, bitte.“

Waldo Jeffers atmete tief durch. Sie flogen seit drei Stunden schon über den Atlantik und die ganze Gruppe war noch beieinander. Wie er vermutet hatte, war die Mehrzahl männlich. Ganze zehn Herren wollten „Luxemburg sehen und sterben“, die Frau hieß Ethel, und wurde ihrem Namen gerecht. Sie sah aus, wie der fleisch- und altgewordene Albtraum einer Bibliothekarin von Nicht-Lesern. Selbst ihre Brille stammte optisch aus einem lange vergangenen Jahrzehnt. Billy grummelte, Jacky grummelte, Waldo wandte sich für einen Augenblick von allen ab. Die Susies kannten sich alle schon aus Jackys Bus, da jeder den falschen Flughafen angesteuert hatte, doch keiner sprach mit dem anderen. Billy hatte noch kleine Fluglektüren aus seinem Büro entwendet, um sie zu verteilen, doch schienen die Susies alle nur in ihren Gedanken unterwegs zu sein. Als Waldo sich wieder seinem Tross zuwandte, blickte er auf dreizehn verschiedene Welten. Nach einigen Momenten schloß Ethel zu ihm auf, und bat ihn um ein Gespräch. Jeffers seufzte innerlich, dann bewegte er sich zu ihrer Sitzgruppe, und hörte sich ihre Fragen nach dem Programm vor Ort an. Ihre letzte Frage: „Wie wird es denn geschehen?“

Waldo Jeffers und die gesamte, restliche Gruppe saßen endlich im Folgeflug von Amsterdam nach Luxemburg. Die vielen Europäer um sie herum, die in nicht-englischer-Sprache palaverten, machten Billy und Jacky doch etwas nervös, die ihre Unsicherheit vermehrt an den Susies ausliessen. Immer wieder mäkelten sie an deren

Sitzhaltung, knufften den ein oder anderen heftig gegen den Oberarm, rissen auch mal einen an den Haaren, alles immer wieder mit einem hämischen Lachen untermalt. Waldo machte dieses Verhalten auch unruhig. Beim nächsten Flug wären die Gruppen zu trennen, die Susies sollten ruhig alleine unter sich bleiben und ihr letztes Schweigen auskosten. Ja, irgendwie konnte Waldo die Genervtheit seiner Kollegen nachempfinden, diese Leute waren einfach unerträglich langweilig. Diese Verschwiegenheit, diese Grübeleien, diese verhärmten Gesichter. Und die eine Frau nicht mal ansatzweise attraktiv. Einer wollte gerade Kopfhörer aufsetzen. Billy schlug sie ihm direkt aus der Hand.

„Wir sind gleich da! Da hattest Du stundenlang schon Zeit für, jetzt ist’s rum damit.“

Waldo Jeffers warf Billy einen mässigenden Blick zu, doch dieser ließ sich davon nicht einfangen, rumorte gegenüber den nächstsitzenden zwei Susies noch weiter. Ein anderer Fluggast mischte sich nun in gebrochenem Englisch ein, und diese Intervention sorgte im entfesselten Billy endlich für die notwendige Erdung. Er zog sich auf seinen Platz zurück und schwieg bis zur Landung. Auch von Jacky war so lange nichts mehr zu hören. Einzig ein nach einigen Momenten ein geflüstertes: „Ich will endlich ein Bier.“ Waldo fühlte tief mit ihm. Selbst ihm wurde die Präsenz der Susies inzwischen zu mächtig, gerade weil sie sich geräusch- und existenzlos gaben. Er hatte ja nichts gegen introvertierte Menschen, doch dieses in die Gegend starren, das er da sehen mußte. Dieses in Hefte kritzeln, die vermutlich nie jemand anderes lesen würde. Diese ständigen Wechsel bei einem zwischen Tränen in den Augen und einem Aufblitzen von Hoffnung in den Augen. Er verstand sie einfach nicht. Sie waren so anstrengend, so anders. Waldo fühlte sich erst besser, als ihm klar wurde, daß er der Gesellschaft einen Dienst erwies.

Waldo Jeffers winkte dem Mann, der sie erwartete, am Flughafen zu. Hinter ihm die Susies, den Abschluß der sonderbaren Karawane bildeten die weiterhin ernüchternd stummen Billy und Jacky. Jean-Claude wandte sich direkt flüsternd an Waldo, dieser nickte und lächelte in Richtung der Susies. Vor dem Terminal wartete der Kleinbus, in welchem die Gruppe Platz nahm. Waldo, der sich auf den Beifahrersitz fallen gelassen hatte, wandte sich kurz nach hinten und erklärte, daß sie nun eine Stadtrundfahrt unternehmen würden. Danach sei ein kurzer Snack eingeplant und hernach noch ein gemeinsamer Spaziergang.

Als der erwähnte Spaziergang plötzlich eine unwegsame Anhöhe heraufführte, wurde die inzwischen fast gelöste Atmosphäre zwischen den einzelnen Susies empfindlich gestört. Sie sahen sich verwundert untereinander an, doch dann sahen sie den sportlichen Jean-Claude an der Spitze den Trampelpfad hinaufhasten. Waldo wies mit einer Kopfbewegung an, die Beine in die Hand zu nehmen. Es war nicht wirklich weit, doch dann sahen sich die Susies am Rand einer Autobahn angelangt, und entlang dieser wurden sie durch einen Tunnel gescheucht. Der unbeschreibliche Lärm ließ nicht nur Ethel schrumpfen. Ein Licht am Ende dieser Unterführung war nicht zu erkennen, die Dämmerung außerhalb war schon der Nacht gewischen. Einer drehte sich in der Mitte der Strecke um, doch blickte er nun in eine gezückte Waffe in Billys Hand, umfasst von einem praktischen Handschuh. Billys Blick changierte zwischen purem Glücksgefühl und innerer Vereisung. Waldo und Jean-Claude hatten sich nach dem Verlassen des Kleinbus in Mäntel geworfen, die von Jean-Claudes Kontakten vor Ort mit der entsprechenden Hardware bestückt waren, darunter auch elektrische Viehtreiber. Am Ende des Tunnels erreichte die Gruppe die rote Brücke, den Zielpunkt der Reise. Einige Nächte zuvor hatten findige Kräfte die Schutzwand aus Plexiglas an einer Stelle mit einer wiederverschließbaren Öffnung versehen, einer Tür gleich, die Jean-Claude zielsicher ansteuerte. Er drehte sich dort zum Rest der Gruppe um, stieß mit dem Fuß die Türe auf, zog seinerseits eine Glock und rief: „Wer will der Erste sein?“ Ohne auf eine Antwort zu warten, griff sich Waldo seinen Elektroschocker und Raney sprang schon von der voltstarken Welle ergriffen in die Tiefe. Jacky stieß den ersten der beiden Pauls nach vorne, der wohl noch etwas sagen wolllte, doch auch ihn traf der heftige Strom aus Waldos Hand. Nach diesem Prinzip folgten Abe, Josh, der zweite Paul, Bobby und Dave. Im Hintergrund jedoch hatte Nate andere Pläne ergriffen, doch ein Schuß aus Billys Waffe machte einen Strich durch die Rechnung. Ronny, Jake und Ethel blickten erschrocken auf den am Boden liegenden und vor Schmerz schreienden Nate, als Waldo Jake am Arm ergriff und ihn die Tiefe stolpern ließ. Ethel schmiß sich in die Ronnys Arme, doch wurde dieser durch Jacky mit einem gezielten Hieb eines Schlagrings in die Bewußtlosigkeit befördert. Billy griff sich Ethel und schrie ihr: „Wird’s bald!“ ins Ohr und warf sie die vierundsiebzig Meter in die Tiefe.

Zwei Minuten später war der Fußgängerweg entlang der Autobahn wieder menschenleer.